Eibensang

Demnächst nix mehr zu lesen…

…gibt’s hier! :-))) Widerruf: Natürlich kann es jederzeit passieren, dass ich doch wieder was schreibe. Allerdings nicht mehr „nur“, sondern – sollten mich die Pferde reiten (schon richtig formuliert: ist bei mir so gut wie nie umgekehrt) – „auch“. Derzeit arbeite ich nämlich an – nunja, einem Podcast. Habe mir eine Struktur ausgedacht, die mir das ermöglichen sollte: neben allem anderen, was mich auf Trab hält, soll das heißen. Nur an freiem Webspace fehlt’s noch -der wird sich aber finden.

neuro:blub
So wird das heißen. Unterzeile: Nachrichten am Rande der Wirklichkeit.
Wo immer ich’s hinklatsch: Hier wird’s auch verlinkt. Noch kann ich nix sagen über die Frequenz – hoffe aber, häufiger was präsentieren zu können als (wie bislang) nur monatlich. Themen? Wie immer persönlich. Folgende Sparten sind zu erwarten:

zeit:blub
Dasselbe, was ich hier die ganze Zeit schon knödele: Gedanken aus eigener Herstellung.
Nur eben gesprochen statt getippt. (Wie gesagt: hindert mich ja nicht, auch mal wieder was zu tippen, was sich geschrieben vielleicht besser liest als angehört…)

Schmutz für die Wutz
Unter diesem sinnigen Motto knall ich euch den einen oder anderen Klangschnipsel um die Ohren. Vorwiegend wohl meine eigenen: ob Singvøgel oder solo. Kann mir aber gut vorstellen, dass auch der eine oder andere Song von lieben Kolleg/innen dabei ist: soweit GEMA-frei verfügbar (und natürlich frag ich die Betreffenden vorher. Eh klar).

soul:blub
Diese Sparte wird Raum einnehmen bzw. Zeit im Sinne von Spieldauer. Texte sind gemeint: Hab hier ja etliche in den Tiefen dieser Homepage hängen. Einige davon sind es, wie ich meine, wert, zu Gehör gebracht zu werden. Schreibe ja seit je das Allermeiste vorwiegend für die Ohren – da bietet sich die akustische Präsentation mehr als an.

public:blub
Der „Werbeblog“: muss sein. Ob das Singvøgel-Aufnahmen sind, meine Runen-Workshops – oder der Roman, an dem ich seit Längerem arbeite (und der in voraussehbarer Zeit tatsächlich erscheinen wird). Zuzüglich fällt mir so manche Werbung ein für Produkte, die es eigentlich nicht gibt. Aber gute Werbung zeichnet sich m.E. dadurch aus, dass sie von den Produkten entkoppelbar ist. Wer zum Donner braucht „Produkte“? Ideen sind gefragt. Ich bin im Kapitalismus geboren, und so wenig ich mit dem oft zurechtkomme, halte ich doch die Wahrscheinlichkeit für gegeben, in demselben auch zu sterben. Wenn nicht noch Wunder geschehen: auf Wohl oder Wehe. Wie auch immer: So allgegenwärtig Werbung ist, so sehr reizt mich als Künstler, der ich halt bin, mit dieser kuriosen Kulturform zu spielen. Als das Kind, das ich bin: heute mehr als zu Kindertagen!

blah:blub
Kann sein, dass ihr Interviews zu hören bekommt. Ob von real existierenden Personen, lasse ich mal dahingestellt (meine illustren Romanfiguren – samt ihrer virtuellen „Darsteller/innen“ – wollen ja auch zu Wort kommen).
Außerdem kann es ja sein, dass ich doch mal die eine oder andere reale „Diskussion von Spezies zu Spezies“ mitschneide, und teilweise veröffentliche.

elektro:blub
Das subtraktive Kochstudio! Was ihr futtert, Leute, müsst ihr selber wissen und entscheiden. Da helf ich euch nicht. Aber bislang gibt es keine öffentliche Anleitung für bekömmliche, auf- oder anregende Synthesizer-Sounds für den Alltag. Dem kann ich abhelfen.

wudu:blub
Der Orakeldienst Eibensang präsentiert die Tagesrune. Nicht nur für Ásatrú. Und vielleicht das eine oder andere Thema, das irgendwo unter „Spirituelles“ fallen mag.

provo:blub
Alles Ankündigungen nur, schon klar. Aber vielleicht fällt mir der eine oder andere Tipp für den „politischen Alltag“ ein. Schon länger habe ich zB vor, über Filialen der Deutschen Bank einen Speer zu schleudern – rein symbolisch, natürlich. Ansonsten halt die üblichen Bombenbau- und Terrortipps. Demokratie bedarf der gelegentlichen Androhung, sie notfalls zu praktizieren. Das muss das Regime abkönnen. Der Rest ist China. Oder Syrien. Wenn ich etwas wertschätze, was der Kulturkreis, dem ich angehöre, hervorgebracht hat, dann sind es die so genannten Menschenrechte. Da ich -aller ablenkenden Unterhaltung zum Trotz -keinen Humor habe, von dem ich wüsste, nahm ich die ernst. Aus dem Defizit ihrer Verwirklichung – auch hier und bis heute (und für ALLE: nicht nur dich oder mich) – bemisst sich mein Eifer, mein Sehnen, meine Not und mein Trotzdem. Gleichzeitig sind sie meine Verhandlungsbasis. Drunter geht gar nix. Wie bemerkte z.B. meine liebe Bekannte Solveig L. mal so schön? „Gerechtigkeit ist nicht, dass jeder einen Apfel pflücken darf, sondern dass der Zwerg eine Leiter bekommt.“ So ungefähr stell ich mir das vor – genau genommen: genau so. Dasselbe postuliere ich für meinen Teil übrigens als „germanisch“. Egal, wo du herkommst, wie du aussiehst, gestaltet, gefärbt oder geneigt bist, und wen du auf welche Art fickst (oder dies gern tätest)! Friede! Auf dass wir ihn zum Ausbrechen bringen. Apropos:

fick:blub
Muss das sein? Müssen tut gar nix – außer Sterben. Aber da genau das mit seinem offensichtlichen Gegenteil besonders korrespondiert (unabhängig davon, dass „Dialektik“ mittlerweile zum Fremdwort avancierte: in dieser „postaufklärerischen“ Ära), beschäftigt mich das Zwischenmenschliche. Und ich sehe überhaupt nicht ein, wieso ich meine Mitmensch(inn)en ausgerechnet damit unbelästigt lassen sollte. In hundert Jahren sind wir alle tot. Und niemand kann mir glaubwürdig erzählen, wie’s im Jenseits aussehen mag oder was es bereithält oder auch nicht. So bleibt für mich das Wunder des Diesseits. Über das mich zu wundern ich nicht innehalten werde, bis es mich zerreißt oder sonstwie verreckt. Was erzähl ich, womit füll ich die Sparte? Ganz bestimmt nicht mit dem, was in Gazetten wie der „Cosmopolitan“ steht. Soviel ist versprochen. Erwartet eher Humoriges: Ich bin 53 Jahre alt – und kein „Lebensberater“.

Soweit zu Ankündigungen. Bislang aufgenommen habe ich: einige ältere Lyrik-Texte und einen (unveröffentlichten) prosaischen, ein paar Werbeinterviews mit Leuten vom andern Stern, eine Werbepersiflage sowie eine, die nur danach klingt, einiges weiteres Blah und noch kein Jingle. Wie gesagt, suche ich noch nach Webspace. Sobald der gefunden ist, geht’s online. Nicht jede Episode wird alle hier vorgestellten Sparten bedienen. Wahrscheinlich dominiert jede Ausnahme die – vielleicht nie eingehaltene – Regel. Fast wie im richtigen Leben…

Bald. Erfüllte Tage wünsch ich euch, und frohe Nächte. Und dasselbe auch umgekehrt. Wir hören voneinander! 🙂

5 Reaktionen zu “Demnächst nix mehr zu lesen…”

  1. MartinM

    Schade eigentlich. Mit Podcasts kann ich nicht viel anfangen. Ich meine das wörtlich: ich höre durchaus gerne zu, und es ich finde es recht unterhaltsam, einfach konzentriert zuzuhören, aber: ich kann mit Podcasts nicht arbeiten. Ich gehöre nun mal zu den Typen, die meistens schneller lesen als zuhören können, und die Texte auch nicht brav von vorn bis hinter lesen, sondern die mit einem flüchtigen Blick auf den Text feststellen, wo die interessantesten Punkte sind, und davon aus sozusagen netzartig vertiefend weiterlesen, dabei die Gedanken schweifen lassen, wobei ich schon früh lernte, vom Schweifen im Wissen und Denken wieder zurück zu kommen. Höre ich postcasts, bin ich ständig am zurückspulen, noch mal gründlich hören, und langweile mich bei Passagen, die ich leider nicht diagonal überfliegen kann.

    Ich bin vielleicht ein komischer Typ, und schrecklich verknöchert, altmodisch, verkopft, un-musisch – aber ich lese Blogs nicht zum Zeitvertreib. (Dazu ist mir meine Zeit zur schade.) Ich lese, um zu denken, zu arbeiten, mich ab-zu-arbeiten, die Welt ein wenig besser zu verstehen.

    Ich mag keine Hörbücher – mit Ausnahmen: die Illias als Hörbuch ist zum Beispiel großartig, und Wolfram von Eschenbachs Parzival dito, von den Nibelungen könnt ich es mir auch vorstellen. Warum? Es sind Texte, die fürs Vorgetragenwerden geschaffen wurden. Die meisten modernen Texte, inclusive vieler Gedichte und aller Romane, sind für gelesen werden geschrieben. Die meisten sind noch nicht einmal vorlesefreundlich.

    Vielleicht habe ich aber nur, durch schlechte Erfahrungen generierte, Vorurteile gegen Podcasts.

    Ich wäre jedenfalls nicht imstande, einen meiner Blog-Beiträge zu verpodcasten. Geht nicht. Selbst wenn ich es von den Fähigkeiten her könnte.

  2. irka

    bin gespannt – obwohl ich auch lieber lese und gucke als höre (außer Musik) – aber ich hab hier schon ein paar Podcasts, die ich mir aufn Ipod lad und dann beim Durchswaldrennen oder beim spinnenputzengartelnwasauchimmer höre (wurzeline kennste ja;)

    gruß

    irka

  3. Kundrie

    Na hört mal! (Im wahrsten Sinn…hihi)

    Zwar bin ich auch nicht der größte Fan des Vorgelesenkriegens, aber wie ich Duke kenne, wird es solches auch gerade nicht… Ich rechne eher damit, dass sein Performergen durchschlägt und wir in der angekündigten Form diverse Akustik-Events zu erwarten und erhoffen haben. Und ich freue mich schon drauf! Buchstaben kann ja jeder ;-), aber Töne…? Ein sehr spannendes Experiment!

  4. Joy

    Duke!

  5. Joy

    Es verschlöckte den Rest! Ich schrob: Du siehst mich strahlen!

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