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	<title>Eibensang</title>
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	<pubDate>Tue, 15 May 2012 18:46:09 +0000</pubDate>
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		<title>Blonde Gefühle, schwarzblau und mannsartig</title>
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		<pubDate>Tue, 15 May 2012 18:32:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Duke</dc:creator>
		
	<category>Zur Zeit</category>
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		<description><![CDATA[Lasst mich leben. Lasst mich träumen. Von Verhältnissen, die wir noch nicht haben. Ich habe Anlass zur Hoffnung. Was heißt &#8220;ich habe&#8221;. Ich nehm ihn mir einfach! Hier ist er: Vor 100 Jahren sah vieles – gerade viele Sitten und Gebräuche – noch ganz anders aus als heute. Warum soll ausgerechnet das instabile Heute andauern [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Lasst mich leben. Lasst mich träumen. Von Verhältnissen, die wir noch nicht haben. Ich habe Anlass zur Hoffnung. Was heißt &#8220;ich habe&#8221;. Ich nehm ihn mir einfach! Hier ist er: Vor 100 Jahren sah vieles – gerade viele Sitten und Gebräuche – noch <a id="more-530"></a>ganz anders aus als heute. Warum soll ausgerechnet das instabile Heute andauern bis übermorgen oder gar Ultimo? Die Welt ist im Wandel. Schon immer gewesen. Jetzt ist die Zeit. Immer nur jetzt. </p>
<p>Ich habe keine materiellen Reichtümer angehäuft in meinen bisherigen 53 Jahren. (Obwohl – so&#8217;n Fender Twin Reverb, der ist schon ein doller Oschi, und gar nicht so billig&#8230;;-) Aber natürlich nix gegen eine eigene Villa oder Fabriken oder so nen Scheiß.)<br />
Ich glaube, trotz meiner herben Verluste gerade in jüngerer Vergangenheit, dass ich es in meinen Beziehungen, den intimen und verbindlichen, ganz gut gemacht habe. Ich bin da recht selbstbewusst geworden über die Jahre. Über die Entwicklungen, die ich durchmachte. Tränen? Geschenkt. Gibt es immer wieder. Sie sind nicht das einzige, was tropft. Mein Herz war schon mal vernarbter. Es regeneriert sich gerade. Die Großen helfen mir: die Gottheiten, denen ich mich genau deswegen anvertraute, und mit denen ich jetzt schon so lange – und so erfolgreich – im Bund bin. Ich gab ihnen mein Leben – und so bekam ich eins geschenkt, das ich sogar selber gestalten darf. Spät genug hatte ich das kapiert! </p>
<p>Ich bin ein bisschen verquer aufgewachsen, deshalb hab ich entsprechend skurrile Bedürfnisse entwickelt im Laufe meines schönen Lebens. Nein, ich habe keinerlei Sensatiönchen zu verplaudern bezüglich meiner sexuellen Interessen: die sind relativ gewöhnlich (außer natürlich, dass ich mehr will, mehr brauche, mehr leide und viel mehr gebe als der Durchschnitt – also ihr alle –, und das Ganze sowieso gern viel länger dauern lasse, eh – ich wäre kein Mann, hielte ich mich nicht für den größten meiner Art – ihr verzeiht mir also gefälligst die gut gewürzte Wahrheit. <img src='http://www.eibensang.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' />  ) Brunft beiseite. Die Skurrilität meiner Bedürfnisse ist allen, die mich kennen, bekannt. Sie liegt nicht auf dem Lustlager, sondern betrifft alles außerhalb. Ich liebe polyamourös, also mehrere Menschen gleichzeitig, parallel, intim, verbindlich – und kann teilen. Quod erat demonstrandum, several times – und jederzeit wieder. Ich will damit niemandem Angst machen oder verunsichern: Ideologien sind für die Mülltonne – und ggf. wende ich Gewalt an, sie alle  dort hineingestopft zu bekommen. (Denn Ideologien, gleich welchen Inhalts, laufen immer auf Menschenverachtung hinaus: spätestens beim Versuch, sie durchzusetzen.)</p>
<p>Ich verlange lediglich: Lasst mich leben wie es mir gemäß ist. Lasst mich mein Modell weiterentwickeln. Ich achte die anderen, die euren: selbstverständlich. Natürlich fühle ich mich fast automatisch all denen, die auf ihre Art eigen und &#8220;anders&#8221; sind, in gewisser Weise verbunden. Wer unter dem Mainstream leidet, hat mein Augenblitzen. Vielleicht auch meine Schulter, mein Rückgrat, mein Wort – und den Stand meiner breiten Quanten im Schlamassel. Wenn&#8217;s drauf ankommt, mein Schwert: meine Zunge! Und aus genau diesem Gefühl heraus texte ich gern. Verbinde mich mit meiner Göttin Sprache – und ernte ihren Segen. Diene ihrer Macht. Treffe in Herzen. Was meins erhält. Bin ich der einzige hellhäutige blonde Hüne, der weiß, was es heißt, als Nigger/in geboren zu sein? Manchmal hab ich den Eindruck. Potente Machos vergangener Zeitalter mit Gitarren in den Pfoten weckten meinen Lebensfunken, aber zeitgenössische lesbische Frauen waren es, die mich lehrten, um die Ecke zu denken und meine Herzensantennen feiner auszurichten. Mit den Queeries konnte ich mich identifizieren – obwohl ich weder Weib noch lesbisch bin. Aber uns nervten dieselben Verhältnisse. Wir teilten eine ähnliche Art Einsamkeit und innere Not. Und wir tun es immer wieder. Wir erkennen einander. An kleinen Zeichen. Dem Zucken von Mundwinkeln. Am Schimmern in Augen. Erinnerung an Erlebtes. Das Zusammenzucken von Herzen bei Witzen, über die wir nicht lachen können. Plötzliche Klüfte am Mittagstisch – und ebenso unsichtbar zitternde Antennen, die sich berühren. Wir sind blutsverwandt.</p>
<p>Lasst mich arbeiten: an Verhältnissen, die wir haben. Ich musste 33 Jahre alt werden, um eine kraftvolle Vorstellung davon zu entwickeln, was für ein Mann ich sein will: übers geschlechtliche Verlangen hinaus. Im selben Alter, als Jesus Christus starb, wurde ich Heide. Ihr wisst, dass ich damit nicht das ledigliche Umdekorieren irgendwelcher Äußerlichkeiten meine. Es ist eine Charaktersache. Und damit geht es mir nicht um anerkennenswerte Feiertage in der Öffentlichkeit, sondern um erkennbare Gründe, selbsterkämpfte Veränderungen meiner eigenen Persönlichkeit feiern zu können. Dafür brauche ich keine Anerkennung als die des faktischen sozialen Erfolges. Also nix Großes. Nur das Nicken eines Freundes, das bestätigende Blitzen in den Augen einer Freundin. Das Ja der Verbündeten. Oder sogar mancher Gegner: jener, die dann womöglich erkennen, dass sie mir keine sein brauchen. Weil die Front nie zwischen Konfessionen verläuft. Sondern immer nur zwischen Haltungen. Schon lange frage ich nicht mehr: bist du Christin, Hindu, Moslem, Jüdin, Atheist, Heidin oder sonstwas. Ich frage: Was tust du, was machst du – was lässt du zu und warum. Wie behandelst du die deinen. Und schau mir das an. Höre die Worte, sichte und beurteile die Taten und Unterlassungen. Nicht als ein Kontrolleur: wer wäre ich denn? Nur als einer, der Hilfe braucht und gewährt. Mit diesem Niggerkomplex im Herzen. Den Schwachen zu helfen – das ist germanisch. Das kann ich beweisen, Folks. Muss ich aber nicht. Wichtiger ist es, so zu handeln – egal wie ich das nenne. Ich delektiere mich nicht an Schwächen. In Stärken will ich sie verwandeln! Und so reiche ich niemandem die Hand, weil er oder sie mich dauert, sondern weil ich nur deshalb noch lebe, weil das – grund- und notlos – Wildfremde mit mir schon machten: in Situationen, wo alles auf der Kippe stand. Ich erfuhr Hilfe, wo ich keine verdiente. Länger hat&#8217;s gedauert, zu begreifen, dass ich sie durchaus verdient hatte. Aber danach fragten die nicht, die mir halfen: im entscheidenden Moment. Darum geht’s. </p>
<p>Lasst mich träumen. Träume sind Feuer im Herd. Sie machen die Bude warm. Sie sorgen für Ausgangspunkte. Sie sind das Blut unserer Entscheidungen. BWL-Gläubige wissen nichts darüber. Die hätten das Rad nicht erfunden – ja nichtmal das Feuer selbst urbar gemacht. Rechnet den Urknall durch: Gell, der rechnet sich nicht, wa, ihr Narren? Die Geschichte der Menschheit ist ein Trotzdem – wie die Geschichte des ganzen Kosmos überhaupt. Und deshalb ist jede kleine Irre, die die Fackel schwingt – aber halt im entscheidenden Moment – im Einklang mit den ganz Großen. Hollywood weiß das, und rührt uns mit den besten solcher Momente manchmal zu Tränen – aber natürlich außerhalb der tatsächlichen Zusammenhänge (sonst gäbe es nach jedem gelungenen Film einen Volksaufstand, eine Revolution). Träume sind mehr als Schaum, auch wenn sie manchmal nur solchen hinterlassen. Träume sind der Treibstoff der Taten. Wenn sich je irgendwas geändert hat seit dem zweihundertmillionsten Standardfaustkeil des dreihundertmillionsten Pithecantropus Erectus, dann weil die dreihunderteinmillionste Pithecantropa Erecta davon geträumt hat, den verdammten Faustkeil mal etwas anders zu schlagen. Vielleicht etwas scharfkantiger. Vielleicht war es die auch, die auf die Idee kam, das steinerne Dingens mit einem Stück Holz zu verbinden. Was möglicherweise noch ein paar Generationenkonfliktrangeleien überdauern musste, bis es endlich geklappt hat. Aber voilá, die Axt!<br />
(Wir stammen von denen ab, die&#8217;s gewagt und geschafft haben. Nicht von denen, die schon damals befanden, dass sich so&#8217;n Quatsch &#8220;nicht rechnet&#8221;.)</p>
<p>Worauf hinaus? Auf einen Funken, den ich dir zuwerfe – und von dir auffange. Wir sind verstreut, aber nicht allein. Wir sind die Blumen des sterbenden Winters. Vielleicht kriegt uns der Frost. Aber letztlich muss er der Wiese weichen. Von der wir heute künden. Wir müssen anfangen. Damit was nachkommen kann. Damit sich noch mehr trauen. Das zu tun, was getan werden muss. Die Welt ist im Wandel. Das Deck der Titanic neigt sich, und das Orchester spielt wie verrückt. Dieses Bild zeigen sie uns ständig. Ich verweigere die Annahme. Die Welt ist kein Film. Ich fragte Eichhörnchen und Schmetterlinge. Sie alle bestätigten mir das. Ich traue ihnen mehr als den Bankiers, die um ihre Pfründe fürchten dieser Tage. Kann schon sein, dass so mancher komplizierte Zauber demnächst zusammenbricht – was sicher Folgen hat. Die Magie des Geldes ist eine mächtige. Aber nicht die einzige. Und nicht die mächtigste. Das wussten lange nur ein paar alte Indianer.  Sie haben es weitererzählt inzwischen. Und Wotan Sturmgeist steht auf, schüttelt sein besudeltes Haupt, und grüßt die Büffelfrau. Vernetzungen gelingen schneller heute, und global – nicht nur merkantile. Das Internet ist ein gutes Pferd, das wir nicht mehr hergeben – auch wenn Herr Zuckerberg meint, er könne uns seine eingezäunte, eng reglementierte und gutsherrenartig verwaltete Koppel als die Prärie weismachen, in der sich seine Einfriedung samt Timeline &#038; Co. lediglich befindet. Da haben wir schon ganz andere Imperien aufsteigen und wieder zerbröseln gesehen. </p>
<p>Eibensang spricht – wie fast immer, vom Hölzchen aufs Stöckchen und ohne vorzeigbare Conclusio. Aber dies ist kein Zeitungsartikel, kein Essay, kein Bericht. Improvisierte Kommentare aus brennendem Herzen gibt’s hier, in diesem freien Blog – und entgegen jüngster Ankündigung <img src='http://www.eibensang.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' />  auch immer wieder mal zu lesen (Bussi, Martin: Verstehe deine Podcast-Abstinenz bestens – lausche selber keinen Hörbüchern. Will mich nur methodisch erweitern – in Ohren raunen zu können machte schon immer einen wesentlichen Anreiz für mich aus, überhaupt Bühnen zu entern: während Live-Auftrittsgelegenheiten leider seltener werden.)<br />
Unsortiert? Nein: unterwegs. Ich spüre sehr genau, was ich da anstoße und wen (wofür ich gar nicht zu wissen brauche, wer das wirklich liest, und nicht jede Leserin persönlich kennen muss). Wir verstehen uns schon. Ich schreibe für Blutsverwandte – und solche, die es werden wollen. Das geht nämlich – alter Gotentrick.</p>
<p>Mich reitet die tiefe Überzeugung, dass ich hier Verbindung halte – zu Menschen, die teilweise ähnlich empfinden und zuweilen an Vergleichbarem leiden oder sich am Allerselben erfreuen wie ich. Einst schrieb ich lange Briefe auf Papier oder nahm (prä-podcast-artige) Audiocassetten auf, die ich in einstelligen Auflagen an ausgesuchte Bekannte und Freunde verteilte. Just for fun – und zum Überleben, damals wie heute.</p>
<p>Anders als früher sehe ich einen tieferen Sinn in sowas. Manchmal lehne ich mich einfach zurück, in meinem Stuhl oder aufm Bett, und denke an all die Menschen, die mit mir nennenswert zu tun haben (einschließlich derer, mit denen ich zu tun haben möchte – Gegenwärtige, aber auch mal quer durch die Zeiten, Vergangenheiten über mein kleines Leben hinaus&#8230;). Ich atme ein und aus und denke an euch. Nahestehende und Fernere. &#8220;Irgendjemand vermisst man immer&#8230;&#8221; seufzte meine Geliebte kürzlich (die wie ich mehrere Menschen intim liebt und ihre Aussage in dem Moment auch nur darauf bezog) – wobei ich feststelle, dass dieser Satz über Intimverbindungen hinausgeht. Mein Kapital sind Freunde (intime inkludiert, natürlich). Hab ich sonst noch was? Nø. Nur Feuer im Herzen. Hei ho! Her zu mir, Speer und Pferd – wir wollen reiten. Den Rufen entgegen!</p>
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		<title>Demnächst nix mehr zu lesen&#8230;</title>
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		<pubDate>Tue, 08 May 2012 23:09:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Duke</dc:creator>
		
	<category>Zur Zeit</category>
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		<description><![CDATA[&#8230;gibt’s hier!  )) Widerruf: Natürlich kann es jederzeit passieren, dass ich doch wieder was schreibe. Allerdings nicht mehr &#8220;nur&#8221;, sondern – sollten mich die Pferde reiten (schon richtig formuliert: ist bei mir so gut wie nie umgekehrt) – &#8220;auch&#8221;. Derzeit arbeite ich nämlich an – nunja, einem Podcast. Habe mir eine Struktur ausgedacht, die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8230;gibt’s hier! <img src='http://www.eibensang.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> )) Widerruf: Natürlich kann es jederzeit passieren, dass ich doch wieder was schreibe. Allerdings nicht <a id="more-529"></a>mehr &#8220;nur&#8221;, sondern – sollten mich die Pferde reiten (schon richtig formuliert: ist bei mir so gut wie nie umgekehrt) – &#8220;auch&#8221;. Derzeit arbeite ich nämlich an – nunja, einem Podcast. Habe mir eine Struktur ausgedacht, die mir das ermöglichen sollte: neben allem anderen, was mich auf Trab hält, soll das heißen. Nur an freiem Webspace fehlt&#8217;s noch – der wird sich aber finden. </p>
<p><strong>neuro:blub </strong><br />
So wird das heißen. Unterzeile: <em>Nachrichten am Rande der Wirklichkeit. </em><br />
Wo immer ich&#8217;s hinklatsch: Hier wird’s auch verlinkt. Noch kann ich nix sagen über die Frequenz – hoffe aber, häufiger was präsentieren zu können als (wie bislang) nur monatlich. Themen? Wie immer persönlich. Folgende Sparten sind zu erwarten: </p>
<p><strong>zeit:blub</strong><br />
Dasselbe, was ich hier die ganze Zeit schon knödele: Gedanken aus eigener Herstellung.<br />
Nur eben gesprochen statt getippt. (Wie gesagt: hindert mich ja nicht, auch mal wieder was zu tippen, was sich geschrieben vielleicht besser liest als angehört&#8230;)</p>
<p><strong>Schmutz für die Wutz</strong><br />
Unter diesem sinnigen Motto knall ich euch den einen oder anderen Klangschnipsel um die Ohren. Vorwiegend wohl meine eigenen: ob Singvøgel oder solo. Kann mir aber gut vorstellen, dass auch der eine oder andere Song von lieben Kolleg/innen dabei ist: soweit GEMA-frei verfügbar (und natürlich frag ich die Betreffenden vorher. Eh klar).</p>
<p><strong>soul:blub</strong><br />
Diese Sparte wird Raum einnehmen bzw. Zeit im Sinne von Spieldauer. Texte sind gemeint: Hab hier ja etliche in den Tiefen dieser Homepage hängen. Einige davon sind es, wie ich meine, wert, zu Gehör gebracht zu werden. Schreibe ja seit je das Allermeiste vorwiegend für die Ohren – da bietet sich die akustische Präsentation mehr als an.</p>
<p><strong>public:blub</strong><br />
Der &#8220;Werbeblog&#8221;: muss sein. Ob das Singvøgel-Aufnahmen sind, meine Runen-Workshops – oder der Roman, an dem ich seit Längerem arbeite (und der in voraussehbarer Zeit tatsächlich erscheinen wird). Zuzüglich fällt mir so manche Werbung ein für Produkte, die es eigentlich nicht gibt. Aber gute Werbung zeichnet sich m.E. dadurch aus, dass sie von den Produkten entkoppelbar ist. Wer zum Donner braucht &#8220;Produkte&#8221;? Ideen sind gefragt. Ich bin im Kapitalismus geboren, und so wenig ich mit dem oft zurechtkomme, halte ich doch die Wahrscheinlichkeit für gegeben, in demselben auch zu sterben. Wenn nicht noch Wunder geschehen: auf Wohl oder Wehe. Wie auch immer: So allgegenwärtig Werbung ist, so sehr reizt mich als Künstler, der ich halt bin, mit dieser kuriosen Kulturform zu spielen. Als das Kind, das ich bin: heute mehr als zu Kindertagen!</p>
<p><strong>blah:blub</strong><br />
Kann sein, dass ihr Interviews zu hören bekommt. Ob von real existierenden Personen, lasse ich mal dahingestellt (meine illustren Romanfiguren – samt ihrer virtuellen &#8220;Darsteller/innen&#8221; – wollen ja auch zu Wort kommen).<br />
Außerdem kann es ja sein, dass ich doch mal die eine oder andere reale &#8220;Diskussion von Spezies zu Spezies&#8221; mitschneide, und teilweise veröffentliche.</p>
<p><strong>elektro:blub</strong><br />
Das subtraktive Kochstudio! Was ihr futtert, Leute, müsst ihr selber wissen und entscheiden. Da helf ich euch nicht. Aber bislang gibt es keine öffentliche Anleitung für bekömmliche, auf- oder anregende Synthesizer-Sounds für den Alltag. Dem kann ich abhelfen.</p>
<p><strong>wudu:blub</strong><br />
Der Orakeldienst Eibensang präsentiert die Tagesrune. Nicht nur für Ásatrú. Und vielleicht das eine oder andere Thema, das irgendwo unter &#8220;Spirituelles&#8221; fallen mag.</p>
<p><strong>provo:blub</strong><br />
Alles Ankündigungen nur, schon klar. Aber vielleicht fällt mir der eine oder andere Tipp für den &#8220;politischen Alltag&#8221; ein. Schon länger habe ich zB vor, über Filialen der Deutschen Bank einen Speer zu schleudern – rein symbolisch, natürlich. Ansonsten halt die üblichen Bombenbau- und Terrortipps. Demokratie bedarf der gelegentlichen Androhung, sie notfalls zu praktizieren. Das muss das Regime abkönnen. Der Rest ist China. Oder Syrien. Wenn ich etwas wertschätze, was der Kulturkreis, dem ich angehöre, hervorgebracht hat, dann sind es die so genannten Menschenrechte. Da ich – aller ablenkenden Unterhaltung zum Trotz – keinen Humor habe, von dem ich wüsste, nahm ich die ernst. Aus dem Defizit ihrer Verwirklichung – auch hier und bis heute (und für ALLE: nicht nur dich oder mich) – bemisst sich mein Eifer, mein Sehnen, meine Not und mein Trotzdem. Gleichzeitig sind sie meine Verhandlungsbasis. Drunter geht gar nix. Wie bemerkte z.B. meine liebe Bekannte Solveig L. mal so schön? &#8220;Gerechtigkeit ist nicht, dass jeder einen Apfel pflücken darf, sondern dass der Zwerg eine Leiter bekommt.&#8221; So ungefähr stell ich mir das vor – genau genommen: genau so. Dasselbe postuliere ich für meinen Teil übrigens als &#8220;germanisch&#8221;. Egal, wo du herkommst, wie du aussiehst, gestaltet, gefärbt oder geneigt bist, und wen du auf welche Art fickst (oder dies gern tätest)! Friede! Auf dass wir ihn zum Ausbrechen bringen. Apropos:</p>
<p><strong>fick:blub</strong><br />
Muss das sein? Müssen tut gar nix – außer Sterben. Aber da genau das mit seinem offensichtlichen Gegenteil besonders korrespondiert (unabhängig davon, dass &#8220;Dialektik&#8221; mittlerweile zum Fremdwort avancierte: in dieser &#8220;postaufklärerischen&#8221; Ära), beschäftigt mich das Zwischenmenschliche. Und ich sehe überhaupt nicht ein, wieso ich meine Mitmensch(inn)en ausgerechnet damit unbelästigt lassen sollte. In hundert Jahren sind wir alle tot. Und niemand kann mir glaubwürdig erzählen, wie&#8217;s im Jenseits aussehen mag oder was es bereithält oder auch nicht. So bleibt für mich das Wunder des Diesseits. Über das mich zu wundern ich nicht innehalten werde, bis es mich zerreißt oder sonstwie verreckt. Was erzähl ich, womit füll ich die Sparte? Ganz bestimmt nicht mit dem, was in Gazetten wie der &#8220;Cosmopolitan&#8221; steht. Soviel ist versprochen. Erwartet eher Humoriges: Ich bin 53 Jahre alt – und kein &#8220;Lebensberater&#8221;. </p>
<p>Soweit zu Ankündigungen. Bislang aufgenommen habe ich: einige ältere Lyrik-Texte und einen (unveröffentlichten) prosaischen, ein paar Werbeinterviews mit Leuten vom andern Stern, eine Werbepersiflage sowie eine, die nur danach klingt, einiges weiteres Blah und noch kein Jingle. Wie gesagt, suche ich noch nach Webspace. Sobald der gefunden ist, geht’s online. Nicht jede Episode wird alle hier vorgestellten Sparten bedienen. Wahrscheinlich dominiert jede Ausnahme die – vielleicht nie eingehaltene – Regel. Fast wie im richtigen Leben&#8230; </p>
<p>Bald. Erfüllte Tage wünsch ich euch, und frohe Nächte. Und dasselbe auch umgekehrt. Wir hören voneinander! <img src='http://www.eibensang.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' />
</p>
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		<title>Die Feuer der Leidenschaft</title>
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		<pubDate>Mon, 30 Apr 2012 23:10:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Duke</dc:creator>
		
	<category>Zur Zeit</category>
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		<description><![CDATA[Zur Stunde, da ich dies tippe, sollten sie brennen. In mir tun sie&#8217;s – wenngleich ohne Scheit und Prasseln. An keinem Fest bin ich heute beteiligt, außer dem der Menschheit und dem in meinem Inneren. Aber ich tanze nicht, küsse und schmuse nicht – Bedauern unangebracht: Besser geht’s mir als vielen von euch, derzeit. Hat [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zur Stunde, da ich dies tippe, sollten sie brennen. In mir tun sie&#8217;s – wenngleich ohne Scheit und Prasseln. An keinem Fest bin ich heute beteiligt, außer dem der Menschheit und dem in meinem Inneren. Aber ich tanze nicht<a id="more-528"></a>, küsse und schmuse nicht – Bedauern unangebracht: Besser geht’s mir als vielen von euch, derzeit. Hat sich einfach so ergeben, dass ich heut&#8217; nur auf Koffern sitze – die aber nichtmal für einen Gig gepackt habe, geschweige für Aufregenderes. Fahre nach Berlin morgen, obwohl ich einen wichtigen Grund weniger habe, mich drauf zu freuen, als noch vor Wochen. Aber die Zeit vergeht, und mit ihr manches, was man schon für fest hielt und im Werden. Manchen Keim zerstört der Hagel. Falls es so aussehen sollte, als käme ich leicht über sowas hinweg: So darf es aussehen. Gebe mich gern als alten Krieger, der ich ja auch bin, und tu so, als machte mir noch ein Schmiss über die narbige Blutpumpe kaum was aus. Man hat seinen Stolz und seinen Schmerz – und gelernt, wann sich was davon zu zeigen geziemt.</p>
<p>Vermissen kann ich grad kein Fest – außer vielleicht einem: das einer lieben Verbündeten, von der ich wieder mal lange nix hörte, der ich ungeachtet dessen absagen musste (so oder so) wegen meinem (jetzt eh pragmatisch-ungeliebten, aber auch anderweis&#8217; unabdingbaren) Berlinkurzbesuch. Ich hoffe, du hast gute Feuer, noch bessere Gesellschaft, eine großartige Zeit und ebensolche Küsse oder Überraschungen, Wandlungsvolle. Sing ein Lied für mich mit. Ich vermisse, wie gesagt, Fest grad keins. Wie viele Beltane-Feiern hab ich ertragen, wie viele enttäuschten mich, obwohl ich längst vorher wusste, dass sie nie so würden, wie ich mich ihrer gern erinnert hätte! Sie waren beispielhaft dafür, wie wir immer auseinanderklafften: meine Sehnsüchte und die vorfindbaren Wirklichkeiten. Mein Spannungsfeld &#8220;Heidentum&#8221;. Gelebtes. Erlebbares?</p>
<p>Was hat sich verändert seither? Lässigkeit hat sich eingestellt bei mir – aber nur äußere. Innerlich bin ich geblieben, was ich mit 13 Jahren schon war. Ein brennender Scheit für das nächste Beltane – egal wann ihr es feiert. Nicht egal, wie. Mein Holz müsste längst alle sein. Aber irgendwer oder -was legt immer was nach. Es will nicht verrauchen – ob ich mich als Nichtraucher gebe oder als Mitpaffer. Eines Tages muss ich noch etwas ganz anderes anzünden. &#8220;Diesen Brand stiftete&#8230; Fjölnir Eibensang.&#8221; Und ja, Herr oder Frau Richterin, ich würde es wieder tun. Ich bin der Fackelweiterreicher. Ich reiche das Feuer weiter. In die nächste verschwitzte Hand des nächsten Läufers, das hungrige Herz der nächsten Jägerin – aber wenn niemand mehr da steht und mir die Fackel abnimmt, bin ich es, der entscheiden muss, was mit der Flamme, die so lange durch so viele Regen, Unwetter, über Berge und Schluchten und Pfade getragen wurde, passiert. Wozu sie da ist. Wissen wir alle. Auch Sie, Frau oder Herr Richter. Wir Weiterreicherinnen tragen sie seit dem Anbeginn unserer Rasse, der Menschheit. Wir sorgen dafür, dass es niemals ausgeht, das Feuer. Sie dachten, dies sei nicht mehr nötig seit der Altsteinzeit – seit jenen ersten Nächten, die erhellt wurden von den Lagerfeuern der Haarigen, die es auf einmal selber entzünden konnten und nicht mehr auf Gott Blitz warten mussten? Haben Sie eine Ahnung, Herrfrau Richteriche. Seit Anbeginn dessen, was Sie Zivi&#8217;sation nennen, ist es erst recht und richtig nötig geworden, und seit der Dämmerung dessen, was Sie für &#8220;Geschichte&#8221; hielten, umso mehr: Jemand muss das Feuer wachhalten. </p>
<p>Ja: inmitten dieser lichtsmogverseuchten Metropolen voller Leuchtmittel, inmitten dieser grellen Realitäten zwischen Napalm- und Nuklearwaffen, rings um diese schrecklichen Wohnstuben herum, wo nur noch das fahle Flackern der Bildschirme vereinsamten Gemütern die persönliche Depression taktet. Wo Erlösung nach Sprengstoffgürtel riecht, wo so genannte Lichtarbeiter ihre Leute ins Nochdunklere locken und dort gezielt herumtappen lassen, um ans Geraschel ihrer Brieftäschlein zu kommen – wo Kameras deine Bewegungsprofile speichern und Suchscheinwerfer dich blenden, wenn du erwischt wurdest in Bewegung: überall dort ist kein Licht, sondern nur unbarmherzige Grelle oder Fahlheit oder hoffnungslose Düsternis oder all das zusammen. Sind wir freie Menschen oder Lagerinsassen? Was sollten wir sein? Goldene Käfige haben auch nur Gitter.</p>
<p>Ich bin ein Diener der Sonne, und jeder Holzscheit trägt ihre Kraft in seinem Inneren. Hitze bedeutet molekulare Bewegung auf hohem Level, Feuer vermag Materie in Licht zu verwandeln, und mensch mag grausame Dinge damit anstellen oder segensreiche – vor der Macht der Flamme knien wir heute wie damals im Morgenrot der Menschheit. In jeder romantisch gemeinten Kerze schwingt der Zauber des allerersten Lagerfeuers unserer Vor-Vorfahren nach, die in seinem Rund das Lachen, Singen und Flöten lernten, weil sie zum ersten Mal seit Generationen satt geworden waren, wussten, dass sie wieder satt werden würden, und das war der Beginn unserer Spezies: Derer, Die Einander Helfen Und Dies Weitererzählen. So nannten wir uns seit jener ersten Nacht, da wir Gott Blitz eine gute Statuette schnitzen konnten und sagen: Na, lass ma&#8217;, du. Das können wir jetzt söba. Und seitdem gibt es uns Fackelweiterreicherinnen. In der elektrifizierten Blitzgewitterwelt sind wir wieder wichtig geworden. Denn während der Globus an so vielen Stellen brennt, sind so viele Herzen kalt und am Veröden. Vielleicht bedingt das einander. Theorien interessieren nicht so. Uns ist nach Lösungen. Auch soviele Worte sind verbrannt. So viele Strohfeuer erloschen. Ideologien haben Länder verheert – dieses ganz besonders. Schon Zündeln riecht nach Sprengstoff – oder Fackelzug: was in Deutschland schon immer zu nah beieinander war (fragt Europa. Die weiß es noch). Es geht also nicht darum, mal eben Flammen zu werfen. Dazu wohnen die Probleme auch längst zu nah an den Lösungen und vice versa. Ein kleiner Wind nur, und diese ganze Gesellschaft steht in Brand. Die Machthaber wissen das. Deshalb sind die so nervös. Deshalb drücken die noch mehr. Und lachen hysterisch. Und ihre Vasallen lenken ab. Und lachen und lärmen noch mehr. Doch sie stehen am Rand ihres Abrutschens. Und wir wissen es. Wir müssen es beschleunigen. Doch Vorsicht ist angebracht: Brennend werden sie auf uns rutschen. Das eine schmarotzende Prozent auf die 99. Das ist systemisch so vorgesehen. Die Zivi-City ist so gebaut. </p>
<p>Heute ist Beltane. Die Heiden feiern ihr, äh, ja. Sie machen Musik und trinken und rauchen und zünden Feuer an, um die sie herumtanzen. Wenn sie mutig sind, träumen sie. Wenn sie ganz mutig sind, träumen sie morgen immer noch: wenn die Küsse, die paar trotzdem getauschten, ihre eifersüchtigen Rattenschwänze und B.-Ziehungskräche nach sich ziehen in sittenchristlicher Tradition. Das ist nämlich das Wesentliche an Beltane: nicht das Küssen, Schmusen oder Tanzen. Sondern das Träumen: davon, dass dergleichen noch in ganz anderem Stil und Maß möglich sein sollte. Manche projizieren solche Sehnsüchte in die Vergangenheit. Dort hat das Zeug womöglich nie stattgefunden – jedenphalls nicht so. Andere projizieren es hoffnungsseufzend in die Zukunft. Die war aber erstens &#8220;früher auch besser&#8221;, wie bereits Karl Valentin treffend vermerkte. Zweitens findet die nicht statt. Sie bleibt eine Projektion jeweiliger Gegenwart. DIE aber bleibt, solange wir Hoffnungen in die Zukunft schießen, treffsicher unbemerkt. Wie sang Nina Hagen 1978 ebenfalls treffend? &#8220;Wennde scharf bist, musst du rangehn.&#8221; Was ich damals allzuoft versäumte. Bis ich endlich begriff, worum&#8217;s geht. Der richtige Zeitpunkt ist immer nur jetzt. Naja: manchmal mag es der falsche sein. Aber das ist verschmerzbar. Es ist und bleibt nämlich der einzige. In diesem Sinne: Haste ma&#8217; Feuer? Wenn nicht, geb ich dir meins. Ich trage die Fackel. Hier. Nimm sie. Mein Herz spricht darin, und ich möchte, dass du es weiterträgst. Das musst du mir versprechen. Trag es ans Feuer, ans nächste, spring drüber und tanz mit. Wir sehen uns im Diesseits. Unter den langen Schatten, die wir heute werfen, und die Ereignisse mit uns. Hei ho! Dein guter Kuss, Wildfang – ich reich ihn weiter. An all meine Geliebten, und die sich&#8217;s werden trauen.</p>
<p><strong>Beltane</strong><br />
<em>Und dies ist die Wurzel des Stammes.<br />
Und dies ist der Saft auf der Kuppe. <br />
Und dies ist die Knospe die schwillt.<br />
Und dies ist der schmelzende Schnee. <br />
Und hier sprießt das blühende Leben.<br />
Und hier trinkt die blühende Lust. <br />
Und hier kommt das Ende der Kälte.<br />
Hier hebt der Gehörnte sein Haupt. <br />
Und hier hast du mich gespiegelt, Schöne,<br />
und meine Wildheit geschaut. <br />
Und hier ist das morsche Land Sehnsucht.<br />
Und hier kommt der Blitz aus dem Blau. <br />
So schiebt sich die Schlange der Wälder<br />
tief in das Moos der Frau. <br />
Und SIE ist die sprudelnde Quelle,<br />
der niemals begradigte Bach. <br />
Hier haben wir uns befrühlingt.<br />
Hier unter dem Blätterdach. </p>
<p>Nur eine maßlose Liebe ermöglicht ein Maß menschlicher Macht.<br />
</em>
</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Was (ebenphalls) gesackt wern musch</title>
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		<pubDate>Sun, 08 Apr 2012 13:12:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Duke</dc:creator>
		
	<category>Zur Zeit</category>
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		<description><![CDATA[In tiefer Sorge
Sehen wir (!)
(= me myself I zB)
Alle, ja so gut wie alle
Medien
Ein Traktat verbreiten,
Das ein &#8220;Gedicht&#8221; zu sein behauptet,
Aber eher als PR-Aktion in eigener
Und selbstherrlicher Sache eines
Alten Nobelpreisträgers erscheint,
Der meint, dass eine Meinung zu haben
Und die zu zu ververseln
(= in eine versähnliche Form lediglich umzubrechen),
Ausreicht,
Das Resultat –
Welchen Inhalts auch immer –
Ein &#8220;Gedicht&#8221; zu [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In tiefer Sorge<br />
Sehen wir (!)<br />
(= me myself I zB)<br />
Alle, ja so gut wie alle<br />
Medien<br />
Ein Traktat verbreiten,<br />
Das ein &#8220;Gedicht&#8221; zu sein behauptet,<br />
Aber eher als PR-Aktion in <a id="more-527"></a>eigener<br />
Und selbstherrlicher Sache eines<br />
Alten Nobelpreisträgers erscheint,<br />
Der meint, dass eine Meinung zu haben<br />
Und die zu zu ververseln<br />
(= in eine versähnliche Form lediglich umzubrechen),<br />
Ausreicht,<br />
Das Resultat –<br />
Welchen Inhalts auch immer –<br />
Ein &#8220;Gedicht&#8221; zu nennen.</p>
<p>Wenn das als solches durchgeht und so<br />
Behandelt wird,<br />
Dann ist das hier auch eins.<br />
Bralla walla wacka wuh<br />
Dissreal balulu!</p>
<p>Was ich<br />
Für meinen Teil<br />
Gar nicht sagen würde<br />
Denn ich habe<br />
Ansprüche an Dichtung<br />
Wer auch immer<br />
Sie verfasst oder das probiert oder auch nur<br />
Behauptet.</p>
<p>Vom Inhalt aber<br />
Der laut Herrn Grass<br />
&#8220;Gesagt werden&#8221;<br />
&#8220;MUSS&#8221;<br />
Erinnert mich der von ihm so<br />
Dahergeschwurbelte<br />
An irgendwie<br />
Stammtisch<br />
Und wäre mir dieser Schmonz<br />
Eingefallen<br />
Ich hätte das File<br />
In meinen &#8220;Papierkorb&#8221; gezogen<br />
Nicht nur weil ich<br />
Auch als Deutscher<br />
Kommentare zum Geschehen<br />
Im Nahen Osten<br />
Vorsichtiger abwöge<br />
(Mein Vater war bei der SS)<br />
Und mir polemisches Polarisieren<br />
Woanders besser zu Gesicht steht<br />
(zB vor eigener Tür)</p>
<p>Sondern weil ich einen<br />
Handwerklichen Anspruch habe<br />
An Gedichte, an Poesie<br />
Sei sie in Versform oder nicht.</p>
<p>Aber ich bin ja<br />
Keine moralische Instanz<br />
Nichtmal von eigenen Gnaden<br />
Auch kein Literatur-<br />
Nobelpreisträger<br />
Sondern nur<br />
Dichter<br />
Auch wenn ich<br />
Wie jetzt grad<br />
Keineswegs immer dichte<br />
Dafür<br />
Hoffentlich<br />
Immer ganz dicht bin<br />
Und, so die Götter wollen,<br />
Das auch bleibe</p>
<p>Und die Weltöffentlichkeit<br />
Um Entschuldigung bitte<br />
Für die grotesk pubertär wirkende Torheit<br />
Eines greisen Landsmanns von mir,<br />
Der in seinen jungen Jahren,<br />
Worauf sein Ruhm seither gründet,<br />
Ein<br />
Wirklich gutes Buch schrieb.</p>
<p>Ich schreib jetzt<br />
Obwohl nicht so jung<br />
Meins weiter.
</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Der letzte Marsch</title>
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		<pubDate>Mon, 20 Feb 2012 11:34:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Duke</dc:creator>
		
	<category>Zur Zeit</category>
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		<description><![CDATA[

    Der letzte Marsch (Skizze) by Duke Meyer 
Zur Abwechslung das, was ich hier sonst immer nur schreibe, mal geknattert und gerufen!   Raue Skizze für FAWM - auch wenn mir Karan versicherte, dass das, was mir damit unterlief, kein Marsch, sondern ein Bolero ist. Umso besser&#8230;

]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><object height="81" width="100%"><br />
<param name="movie" value="https://player.soundcloud.com/player.swf?url=http%3A%2F%2Fapi.soundcloud.com%2Ftracks%2F36183215"></param>
<param name="allowscriptaccess" value="always"></param> <embed allowscriptaccess="always" height="81" src="https://player.soundcloud.com/player.swf?url=http%3A%2F%2Fapi.soundcloud.com%2Ftracks%2F36183215" type="application/x-shockwave-flash" width="100%"></embed> </object>  <span><a href="http://soundcloud.com/duke-meyer/der-letzte-marsch-skizze">Der letzte Marsch (Skizze)</a> by <a href="http://soundcloud.com/duke-meyer">Duke Meyer</a></span> </p>
<p>Zur Abwechslung das, was ich hier sonst immer nur schreibe, mal geknattert und gerufen! <img src='http://www.eibensang.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' />  Raue Skizze für <a href="http://fawm.org/fawmers/dukemeyer/">FAWM</a> - auch wenn mir Karan versicherte, dass das, was mir damit unterlief, kein Marsch, sondern <a id="more-526"></a>ein Bolero ist. Umso besser&#8230;
</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Sing!</title>
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		<pubDate>Mon, 09 Jan 2012 21:35:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Duke</dc:creator>
		
	<category>Zur Zeit</category>
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		<description><![CDATA[Singt, Freunde, singt. Kräht aus vollem Halse, aus ganzer Kehle. Was anderes bleibt uns vielleicht nicht. Aber es sei! Vielleicht hackt jemand ins verstimmte Piano dazu, der Stimmung halber, oder schrammelt Gitarre, oder drückt in die Tasten eines Sizers, oder treibt einen Beat auf dem Trommelfell oder via Sample – vielleicht nicht. Egal. Wir singen. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Singt, Freunde, singt. Kräht aus vollem Halse, aus ganzer Kehle. Was anderes bleibt uns vielleicht nicht<a id="more-525"></a>. Aber es sei! Vielleicht hackt jemand ins verstimmte Piano dazu, der Stimmung halber, oder schrammelt Gitarre, oder drückt in die Tasten eines Sizers, oder treibt einen Beat auf dem Trommelfell oder via Sample – vielleicht nicht. Egal. Wir singen. Es ist immer die Melodie der Schöpfung&#8230; die sich in der Polyrhythmie des uns wahrnehmbaren Universums verdichtet und verzweigt gleichermaßen. Meine des Deutschen mächtige Geliebte merkte kürzlich an, sie verstünde mein hier veröffentliches Gesoße nicht immer&#8230; was daran liegen mag, dass ich meist mit mehr Euphorie als Disziplin schreibe: schließlich ist das mein Privatblog. Wundere mich immer, wenn&#8217;s doch wer liest – aber freut mich, wenn ich das mal merke, umso mehr. </p>
<p>Kommentare zum direkten Zeitgeschehen überlasse ich oft anderen. Ich jongliere mit blanken Gefühlen – meinen natürlich. Aber nichtsdestotrotz beziehen sich auch und gerade die immer darauf, was alles so geschieht in der Welt. Ich unterlasse nur meist den Hinweis. Gehe davon aus, dass wir alle eh wissen, erfahren und lesen, was überall los ist. Gehe ferner davon aus, dass ich für Leute schreibe, die z.B. einen blassen Karrieristen wie Wulff oder seine perfide Kontrahentin, die Bild-Institution (die alles andere als eine &#8220;Zeitung&#8221; ist und alles andere als etwa &#8220;Journalisten&#8221; beschäftigt), nicht mit einem der vielen Probleme verwechseln, die wir haben, sondern beide Täter-Aspekte (in dieser Affäre gibt es keine Opfer außer uns und unserer Demokratie!) als typisch gewordene Symptome dessen erkennen, was krank ist – und was wir genau deswegen verändern wollen, verändern müssen. Deshalb beteilige ich mich nicht am Who is who-Zirkus oder Wer-war-das?-Kasperltheater – diesen lediglichen Volksablenkungsmanövern machtgeiler Industriemedien(bosse). </p>
<p>Sondern tippe singend in meine Tastatur: singt, Freunde, singt! Kräht, schreit, tobt und flüstert aus vollem Halse, tiefster Seele. Ihr dürft seufzen dabei, aber seufzt nicht nur. Singt. Lasst vollen Gesang ertönen. Haben wir nicht allen Grund, zu singen? Was sollen wir sonst tun? Jammern klingt zu schepps, und bringt uns selbst schlechter drauf, als wir eh schon von Amts wegen sein sollen – denen wollen wir doch nicht den Gefallen tun, oder? Meckern, mosern, recherchieren, aufzeigen – das müssen wir eh alles schon nebenbei und selber (und unbezahlt) erledigen, seit sich die offizielle Presse zur notlosen Hofberichterstatterin der Herrschenden (Wirtschaft ist gemeint, nicht &#8220;Regierung&#8221;) verhurt hat – und uns nur noch beschämt und verscheuern will mit ihrem Dummschiss-Blah. Schämt euch, ihr Journalisten! Was unterscheidet euch Hofschranzen noch von Werbetextern? Rein handwerklich machen die oft noch bessere Arbeit als ihr. Wir glauben euch nicht mehr. </p>
<p>Ihr Besten: Traut dem rumorenden Gefühl in eurem gepeinigten Gedärm! Kündigt euren Chefs und Verlagen, sucht euch Hilfsarbeiterjobs zum Überleben, und lasst euern Witz, eure Häme, euren Schmäh und euer Können – ja: eure Sehnsucht! –  in Privatblogs fließen: persönlich engagierte und integre, bitte. Dann lesen wir euch wieder, und können einander helfen&#8230; Ich selber will eine Zeitung gründen, wenn ihr zu uns zurückkommt, Lads. Das verspreche ich euch. Dann basteln wir mal ein neues &#8220;Sturmgeschütz der Demokratie&#8221; (das ruhmreiche der Nachkriegszeit ist schon lang zum Revolverblatt des Neoliberalismus verkommen). Ein deutsches Nachrichtenmagazin – wär das nicht was? Grad jetzt – in der Vorkriegszeit, he? (Und der erste, der was über Weisbands lediglichen Lippenstift schreibt, fliegt hochkant. Zum Ausgleich dürft ihr euch über Guttenzwergs Gel auslassen. Weil so einer ja weißkohl sonst nix hat was glänzt&#8230; Aber nur in der Witzecke! Neben den Horrorskopen. Die mach ich. Will ja auch zu was gut sein, gell <img src='http://www.eibensang.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> ))</p>
<p>Wir alle tun irgendeine Arbeit (auch und gerade unbezahlte). Die muss aber auch Pausen haben, wenn sie gelingen soll (speziell, wenn&#8217;s nichtmal Euros gibt fürs Engagement – oder nicht genug). Dies ist ein Privatblog, hier ist permanent Feierabend, hier wird gefeiert! Singt, Freunde, singt! Es geht ums Leben – noch nicht nur ums Über-, aber vielleicht bald. Dann müssen wir – erst recht – zusammenhalten, oder das verdammt schnell lernen. Gesang, gemeinsamer, hilft dabei. Jetzt schon aber sollten wir uns an ganz neue Fronten – und Bündnisse – gewöhnen. Wo der Heide der Christin hilft, und beide von bekennenden Atheisten unterstützt werden. Heimat ist, wo das Herz seufzt, isn&#8217;t it? Ich achte dein Kopftuch im Namen des Propheten, Muslima, Merhaba; ich achte deinen Erlöser am Kreuz, Christin; ich schätze deinen Verstand, so du ihn benutzt (und Religiöse nicht nur zu bekehren versuchst;-), bekennende, überzeugte Atheistin&#8230; und ich achte auch deine Werte, Unentschiedener, die genauso viel wert sind, die du unter ebensolchen Mühen erwarbst wie wir anderen die unseren. Ich bin Heide. Ich bete Sonne und Mond an, und finde im Glitsch meiner Liebsten Erfüllung. Dafür ergreife ich Pazifist sogar das Schwert – oder was immer grad zur Hand ist und nottut. Wir müssen vielleicht ein Boot steuern zusammen. Falls wir keine Zeit mehr finden sollten, einander unsere persönlichen Geschichten zu erzählen – müssen wir einander unsere Lieder vorsingen. Unseren Herzen ist zu trauen. Hören wir einander zu. Ich machte die Erfahrung, dass das klappt. </p>
<p>Lassen wir das Religiöse mal beiseite (als das unseren Persönlichkeiten Eigene und Unveräußerbare) und einigen uns darauf: Es gibt kein Gesetz als das Menschenrecht, und wir alle sind seine Prophetinnen. Du sollst keine höheren Gesetze haben außer ihm. Tu was du willst, solange es auch anderen nützt. (Für Kniefiesler: Der letzte Satz ist nicht sooo ganz koscher, aber sein Vorbild war es noch weniger. Schritt für Schritt wird’s besser&#8230; Wir arbeiten dran. Machste mit?;-)</p>
<p>Ein Dichter meines Landes textete einst: &#8220;Es gibt nichts Gutes – außer man tut es.&#8221; Er hieß Erich Kästner, und ich glaube, dass er nicht nur ein guter Verseschmied, sondern außerdem ein hoch anständiger Mensch war. Aus meinem Land kamen so einige Dichterinnen, einige von ihnen dachten sogar selber, deshalb geriet mein Land zwischenzeitlich in den schönen Ruf, eines von &#8220;Dichtern und Denkern&#8221; zu sein (bevor Richter und Henker es zugrunde richteten). Mittlerweile ist mein Land eine Bananenrepublik durch und durch korrupter Seilschaften geworden, dessen Regierung nur noch ein – hoffentlich nicht allzu wackeliges – Verfassungsgericht weit entfernt ist von einem &#8220;Regime&#8221; wie in denjenigen Weltteilen, auf die wir in immer weniger begründbarer Hochnäsigkeit herabsehen, derweil unsere Kanzleuse denen gepanzerte Gleitkettenfahrzeuge mit Kanonen drauf verkauft, womit Leute wie du und ich niederkartätscht werden&#8230; Denn Machthaber fürchten Ideen. Demokratie ist eine. Nach dem arabischen Frühling wär jetzt auch mal ein deutscher, ein europäischer fällig. Wieso ist Island, die Pleite-Insel, nimmer in den Nachrichten? Weil die sich von &#8220;Standard &#038; Poors&#8221; &#038; Konsorten am Arsch lecken lassen – ihre Bänker davongejagt haben und ihren eigenen Dreh probieren. Zu erfolgreich, um ihn Schule werden zu lassen?</p>
<p>Nochmal für alle: Die Schuldenkrise Europas ist in Wirklichkeit das vergebliche Begleichen von Verlusten privatwirtschaftlicher Zocker auf Kosten ganzer Staaten: unserer europay-ischen Volksgemeinschaften. Nicht Griechen sind Versager, sondern einzelne Spekulanten-Arschlöcher, die in vereinter Clique einem ganzen Kontinent (!) Bedingungen diktieren – mithilfe willfähriger nationaler Regimes, deren Korruption real japsende Demokratien ruiniert. Griechische Kinder hungern! Jou, hier und deswegen muss ich unsere Regierungen doch schon mal &#8220;Regimes&#8221; nennen – obwohl sie &#8220;gewählt&#8221; sind. Dies ist der Dritte Weltkrieg. Er wird nicht mit Panzern und Flugzeugen, sondern an der Börse geführt. Wir sind nicht mehr weit genug weg von China: was Freiheit und Selbstbestimmung Lobbyloser betrifft. Die Politiker, die wir wählten (oder ignorierten) als Volksvertreter, haben uns verraten. Sie tun alle so ziemlich das Gegenteil von dem, was sie sollten. Die deutsche Ministerin für Verbraucherschutz verhindert konsequent genau diesen. Die Familienministerin behindert antifaschistische Notmaßnahmen, während Nazis Bürgerinnen ermorden, was der Verfassungschutz mit unserem Geld noch befördert. Was ja auch der Grund ist, eine NPD nicht verbieten zu können&#8230; Skandale wie die um Guttenberg &#038; Wulff – wer ist der Nächste? – sind nur die Fettaugen auf der Kotzbrühe. Typisch sind sie, mehr nicht. Das Problem sind nicht die Personen, sondern die Struktur, die solchen peinlichen Figuren Karrieren ermöglicht bis hin zur Fehlbesetzung wichtiger Posten. Presse vs. Bundespräsident? Von den Bedeutungen – und Verantwortungen! – eurer Ämter habt ihr beidseits nicht nur keine Ahnung, sondern ihnen gegenüber lediglich machtintendierte Absicht. Letzteres ist&#8217;s, was ich euch verüble. Zutiefst. Ihr tretet, was Generationen errungen haben, nicht nur mit Füßen: Ihr wichst mal eben drüber. Kinder und Kindsköpfe, die so täten, hieße man einhalten. Erwachsene müssen sich das Urteil gefallen lassen: Abschaum! Es wird Konsequenzen haben. Die keineswegs ihr bestimmt. Versprochen.</p>
<p>Es gibt kein Gesetz über dem Menschenrecht, und wir aus den Völkern sind sein Prophet. Singt, Freunde, singt. Müssen nicht mal &#8220;Protestsongs&#8221; sein (obwohl diese fast vergessene Tradition – gerade im Pop! – weißsöllner eine Neubelebung vertrüge). Singt ruhig – oder gern auch: aufgeregt – von der Liebe. Wenn ihr sie meint! Oder was immer euch bewegt. Aber singt! Aus voller Kehle, aus tiefstem Halse, aus innigster Brust. Oder mit den Händen, den Fingern, dem Bauch, den Hüften, den Füßen&#8230; Was halt so geht. Womit auch immer. Tut es mit Geist: das ist der Sinn von &#8220;begeistert&#8221;!</p>
<p>Und so singe ich: als der Mann, der ich bin. Als kleiner Junge, der sich seinerzeit nicht traute. Den hab ich aber immer noch in mir, und jetzt holt er das nach. Ich singe auch als der Greis, als der ich (falls ich so lang lebe) abtreten möchte, wenn es soweit ist. Ich singe als das Mädchen, zu dem sich meine weiblichen Anteile zusammenraffen; ich singe als all das, was ich ebensogut hätte werden können, und was noch Spuren der Sehnsucht (oder auch nur des Schmunzelns) übrigließ – und ganz besonders als das Tier, das ich in mir spüre – überhaupt singe ich mit all meinen Persönlichkeitsanteilen. Sogar meine Götter singen. Heast, Oida? Ich hör dich gut. Ich hör euch alle gut. Unten wie oben. Jetzt geht’s los. Und weiter. Damit wir uns hören, einander finden, die Zeichen verstehen, und uns verbinden.</p>
<p><em>&#8220;Von einem Mund zum andern / von einem Ohr zum nächsten / Lass die Finger wandern / von einem Reiz zum andern / Raun&#8217; den Rhythmus weiter an den Nächstbesten / um ihn zu verhexen / Wer unterkühlt fühlt, ist leider am Verlieren / im bleichen Erwarten todbringender Blitze /<br />
Hämmer das Leben / über die Bühnen / durch den Äther / drauf aufs Magnetband / Gevatter Computer pumpt&#8217;s um den Globus /  Bann mich im Rhythmus / Ich reich ihn weiter&#8230;&#8221;<br />
Aus &#8220;schweigend &#038; schwitzend&#8221; (1984)</em></p>
<p>tl;dr: Neues Jahr – alter Scheiß: den gilt&#8217;s zu ändern. Damit wir uns hören, uns finden und treffen, singen wir einander zu.</p>
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		<title>Wunschkonzert</title>
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		<pubDate>Mon, 05 Dec 2011 02:53:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Duke</dc:creator>
		
	<category>Zur Zeit</category>
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		<description><![CDATA[Ich will wilder wünschen lernen. Wieder oder erstmals? Hauptsache, dass! In einem blitzschlagkurzen Anfall kindlicher, komm-pleet yrazzionaler (Schreibweise passt schon so) Weisheit habe ich gesehen, dass all die Mängel, die mich umgeben, von ganz naa bis weltweich, aus meinem allzu kleinlichen Gewünsche resultieren. 
Eine Gibson? Fuck it! Haben nicht grad wir Singvøgel uns selber immer [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich will wilder wünschen lernen. Wieder oder erstmals? Hauptsache, dass! In einem blitzschlagkurzen Anfall kindlicher, komm-pleet yrazzionaler (Schreibweise passt schon so) Weisheit habe ich gesehen, dass all die Mängel, die mich umgeben, von <a id="more-521"></a>ganz naa bis weltweich, aus meinem allzu kleinlichen Gewünsche resultieren. </p>
<p>Eine Gibson? Fuck it! Haben nicht grad wir Singvøgel uns selber immer gesagt, dass wir alle Werkzeuge kriegen, die wir brauchen – und hat das nicht immer gestimmt?</p>
<p>Ein Einkommen? Verficktverkrachte Affenmonkeybiznizkacke! Kommt da etwa nix rein bei mir, das irgend zu gebrauchen wäre – und sei es zum Durch- und Weiterkommen: grad dazu?</p>
<p>Und wie zum Arschfick <em>komme </em>ich überhaupt dazu, mir derart lächerliche Betails, äh, Details wünschen zu wollen wie ein verdammtes drahtbespanntes Stück Holz mit Klinkenbuchse oder gar sowas Oberesomystisches wie einen anständigen Lebensunterhalt? Geht&#8217;s noch oder hackt&#8217;s schon? Bin ich dafür durchgekommen? Durch all die Schläge, die Idioten und die Jahre? Bei der Milch meiner Mama – und allen Fesseln, denen ich entfloh: Wozu bin ich bis hierher getobt? Ich glaub, ich brauch&#8217;n Schluck von (Ex-)Schwiegervaters Whisky. Kein Themenwechsel. Im Geigentiel. Drauf und dran!</p>
<p>Veränderung dräut: an allen Fronten. In allen menschengemachten und -beeinstupsten Bereichen. Es gibt ein paar Sachen die waren noch nie / in Ordnung, und jetzt reparieren wir die. Ich sammle die Tage: all die erlebten. Erinnere mich. Von meiner ersten Gatschpfütze bis zum Glitsch der jüngsten Geliebten. Vom ersten Zungenschlag bis zur letzten angeschliffenen Spitze. Von den Nonnen meines Kindergartens, die ich (aufgrund ihrer Tracht) nicht für menschliche Wesen hielt (was mir aber ganz natürlich vorkam) bis zu den Verrätern meiner Demokratie, die ich (aufgrund ihrer Niedertracht) sehr wohl und übel für Menschenwesen halte (was mir weder natürlich vorkommt noch muss: Schließlich ist es Kultur, für die ich streite). Über ein halbes Jahrhundert Erinnerungen. Eine Schatztruhe voller Erfahrungen. Die bilden das Land, auf dem ich stehe: barfuß und aufrecht. Und dessen Lehm liegt Schicht für Schicht und dicht an dicht auf den Leibern der Ahnen, die sind mehr als Staub. Meine Muttererde. Mein Schwesterwald. Mein Vatersohn. Mein Bruderfreund. Mein Sehnsuchtsmond, mein Herzensstern, mein Tröpfchenglück, mein Tränenmeer. Meine heile Vetternwirtschaft. Kommt zusammen. Kommt heraus! Längst in Flammen: steht das Haus. &#8220;Tot liegt die Maus vorm Monitor – durch alle Windows soll es ziehn!&#8221; Viel Feind, viel Ehr&#8217; – und darüber der Speer. Gerufen, dazu: die Namen der Großen. Im Namen derer, die sich erheben. Wir sind so verdammt viele. Ich reite euch ab. Erster der gellt, erster der fällt? So tot kann ich gar nicht werden, dass ich nicht über mein pralles Leben hinauslache. Und wenn ich der Letzte bin. Der letzte der lacht. Der letzte der&#8217;s macht. Alles mit euch, und für. Damit eine Blume erblüht inmitten der Welt. Selbst wenn die auf Asphalt macht. Das Land darunter – das ist unser. Dieses Land unter dem Beton – das ist unser Akku. Sagt euch dieser gelernte europäische Indianer. Der einen Namen trägt. Lang weht mein Haar. Ich bin ein Mann geworden. Zum König gekrönt von mehr als einer. Und jede eine Auftraggeberin. Es wohnt eine Frau im Süden, die nannte mich einst den &#8220;Besten der Herde&#8221;. Sie mag nicht mehr meine sein, doch ihrem Urteil ist zu vertrauen: nach wie vor. Ich grüße ihren Neffen! Sogar mein toter Papa ist längst stolz auf mich. Ich stelle seine Ehre wieder her. Kunststück? Nun. Ich bin Künstler. (&#8221;Kunst ist schön. Macht aber viel Arbeit&#8221;. Karl Valentin)</p>
<p>Ich werde meine ganze Stimme brauchen. Und was da sonst noch ist an Kapital. Und dann spielen wir mal ein bisschen Dschingis Khan (nicht den bescheuerten Popsong, sondern schon ganz im Stil des alten Mongolen. Sein Auftreten mein ich. Natürlich nur.)!</p>
<p>Hölle, jetzt weiß ich wieder, wozu ich die Gibson wollte. Aber das schaffe ich auch ohne sie. Muss noch ganz anderes schaffen: ohne so manche Liebste, ohne die ich&#8217;s nicht zu schaffen meinte. War das nicht immer so? Und geht’s nicht vielen so? Beinah&#8217; uns allen? Verbündet bleiben wir eh! Auf ewig und jetzt! Schon die ollen Kelten sollen nackt in den Kampf gezogen sein. Victory! Auch meine Siege müssen nicht notwendig militärische sein.</p>
<p>Die Welt, wie sie sich zu mir grad verhält, riskiert, dass es nicht mal ästhetische sind. Sein brauchen. Ausziehen? Passt nur auf. Ich mach das. In meinem Alter ist das eine Drohung. Die ein rachekaltes Grinsen enthält: Ich bin nämlich stärker als früher. Verhöhnt als Zwerg, kehre ich wieder als Riese. Hallo, ihr Saftsäcke, wie geht’s denn so? I&#8217;ll be back. I am. Here we go! Wer fragt noch nach Hübschheit? Scheiß auf die Retuschen. Ich bin der Herold heimlicher wie unheimlicher Kriegerinnen. Vielfacher Narbenträgerinnen. Es gibt da einen Stolz, der drückt sich auch im Außen aus. Der braucht vielleicht eine Umschreibung der allgemeinen Ästhetik. Nicht der einzige Wert, der umgewertet werden muss. Verwandelt in das, was er sein soll. Zur Abwechslung mal mit Inhalten gefüllt, auch. Geht schon. Kriegen wir, machen wir auch noch. Ich komm weißdiegöttin nicht, um Popstarlets Konkurrenzchen zu machen. Ich schreite denen voran, die mich stützen. Hielten. Mich fingen, als ich fiel. Die mich befeuern. Die ich halte, wenn sie fallen. Denen mit Falten am Speck. Denen mit Blut im Herzen und auf der Seele. Denen mit Rollstuhl unterm Feuerarsch. Denen, die Krücken nötig haben mögen in Emotio und Habitus. Aber diese Krücken verwandeln sich in fliegende Speere. Und wenn die fliegen, stehen wir immer noch. Selbst wenn wir liegen dabei, lägen wir richtig. Bauch am Boden? Selbst das geht mit aufrechtem Rückgrat. Gemessen wird die Haltung. So kraftvoll, wie wir liegen, kann der Feind nichtmal stehen. Leckt uns die Ärsche. Schneidet uns die Zungen raus: Wir furzen euch die Melodie. Wir sind das Heer. Die im Schatten. Die von der Sonne träumen. Eine lächerliche Armee? Ein Lumpenpack? Wir sind nicht verwöhnt. Aber schon durch ganz anderes durch. Es gibt keinen Schrecken, den wir nicht hinter uns hätten. Ihr – und wer noch – seid gegen uns? Na denn ma&#8217; los! Diskutiert eure Strategie. Wir noch im Kampf unsere Befindlichkeiten. Können wir uns leisten. Locker. Nein, verwöhnt sind wir wahrlich nicht. Wir trinken das Blut unserer eigenen Herzen, wenn&#8217;s sonst nichts zu saufen gibt. Wir geben es einander. Das unterscheidet uns von euch Vampiren. Wir sind – oder bilden jederzeit – eine Gemeinschaft. Ihr nur Karrieristen. Vereinzelte. Aber hört mal: Schließt euch uns lieber an. Wir bieten die besseren Bedingungen. Für alle. Lauscht dem Feindsender. Ihr seid auf der falschen Seite. Lauft über. Tief im Herzen wisst ihr es, spürt ihr es! Kämpft nicht weiter für Unrecht. Euer System frisst euch auf. Ihr seid seine nächsten Opfer. Wir bieten Obdach, Erkenntnis, Arznei. Bei uns dürft ihr sein, wie ihr seid. Ohne Maske. Ohne Harnisch.</p>
<p>Die Nacht gehört den Liebenden. Was wisst ihr denn, wieviel Liebe ich in meinem Herzen gebunkert habe. Wieviel davon komprimiert. Die Brust will mir platzen. Soll sie. Ich brauch das ganze Kapital. Euch euers zu erinnern! Es herauszulocken! Messt euch, Freunde, nicht an euren euch allezeit allzu klar erscheinenden Defiziten oder gar &#8220;Fehlern&#8221;! Messt euch an dem, was ihr wirklich wollt – noch besser: an dem, was ihr wolltet. Als ihr noch meintet, zu können. Denn das ist, was ihr könnt. Vertauscht Damals mit Heute. Denn Damals habt ihr nur geträumt davon, um euch Heute zu erinnern. Die Wahrheit ist: Ihr könnt. Heute. Erst. Und wie! Ich hacke einen Refrain in die Tasten, und ich will, dass ihr einstimmt, dass ihr mitsingt! Das ist schwer, so ganz ohne Sound. Aber haben wir nicht schon Schwierigeres geschafft, weit Schlimmeres überstanden? Ich appelliere an eure persönlichen Erfahrungen. All die Schmerzen, die Tränen, das Blut! Malen wir einen Refrain damit. Einen Chor! Die Welt im Wandel? Wanken soll sie! Was haben wir zu verlieren – als unser vermeintliches Los? Karan, ich tauche einen Finger in deine Lunge. Brigh, ich male ein Eichhörnchen ans Firmament deines Sehnens. Was geht ab, Joe? One two three four! Rhythmen, die der Nacht gehören? Yeah, doch auch der Tag sei unser! Und alle Wusels tanzen! Camilla, ich möchte deine Freundin sein, Martin, ich mag von dir lernen. Hunty, ich bedarf deines Schutzes, und deines wahnwitzigen Mutes, Antje, und all eurer Wut! Wo ist meine Scheiß-Gibson? Hört ihr das Riff? Es tönt von Sinsheim aus bis rauf nach Lüneburg, Hamburg, über Thüringen bis rüber nach Leipzig, hey Micha, rüber nach Bocholt, hey Jan, nicht nur vorbei, sondern mittenmang durch Aachen, hey Babs, Ansgar, Stefan, runter gen Lörrach, oh Joy, weiter nach Graz, Phoenix, in den wilden Osten, nach Hexenheim Wien, wo ich liebte und immer noch – Wasser in der Donau habe&#8230; bis ganz runter nach Südandalusien, zu Ines und Bert und dem Wurschthund. Aus deiner Einsamkeit, Felis, ziehe ich die froheste Melodie – und hab sie nur von dir. Steh mir bei, Volkmar, ich bedarf deiner Erde und all ihrer Himmel. Tschilp! Und – hey, Sven – ich geb dir Struktur und Rückhalt beim Aufstand deiner Gefühle! Sie sind meine Freunde! Falls ich streng rieche – sorry, das ist der Schweiß, den ich absondere beim Abreiten eurer Reihen. Klack klack, Schwert und Speere! Ich kann nicht alle nennen. Ein roter Morgen! Franks Ofen wärmt meinen Arsch übern Gang im Bragishof. Oder wie flüsterte schon Aragorn in seiner dunkelsten Stunde: &#8220;Für Frodo!&#8221; Fürwahr. Ein winzig kleines Wesen bringt einen wahnsinnig großen, schier unbesiegbaren dauerwachen Turm zum Einsturz. Und selbst, wenn das nicht gelungen wäre – hätte es sich gelohnt. (In Wirklichkeit: nicht im Kino.) </p>
<p>Hoffnung ist immer winzig. Und am Schluss das Zünglein an der Waagschale. Weltreiche stürzen über sie.</p>
<p>Wünschen? Es kann nicht groß genug sein. Es ist aller Neuerung Anfang. Odin! Dich ruf ich, Wunscherfüller! Auf geht’s! Mit oder ohne Gibson. Aber mit allen Freunden. Heavy Mental.</p>
<p>tl;dr: Meine Stimme ist eine an einen Fender Twin Reverb angeschlossene Hochpreis-Rockgitarre. Mir ist ein Riff eingefallen. Sing den Refrain mit!
</p>
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		<title>emokratie jetz</title>
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		<pubDate>Sat, 12 Nov 2011 20:59:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Duke</dc:creator>
		
	<category>Zur Zeit</category>
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		<description><![CDATA[Neue Zeiten brechen ab. Duke Meyer hat seine alte Band reformiert. Sie spielt in der Originalbesetzung: Sven Scholz an allen Drums, Karan alles außer Drums, und was ich mache, wird noch nicht verraten. Am Montag steigt unser Comeback in Cairo (auf der Würzburg). 
In diesen vorrevolutionären Zeiten haben fähige Strippenzieherinnen aus M.A.F.I.A. (Multiple Anarchistinnen finden [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Neue Zeiten brechen ab. Duke Meyer hat seine alte Band reformiert. Sie spielt in der Originalbesetzung: Sven Scholz an allen Drums, Karan alles außer Drums, und was ich mache, wird noch <a id="more-520"></a>nicht verraten. Am Montag steigt unser Comeback in Cairo (auf der Würzburg). </p>
<p>In diesen vorrevolutionären Zeiten haben fähige Strippenzieherinnen aus M.A.F.I.A. (Multiple Anarchistinnen finden intensive Anfänge), CSI (Circus situativer Intelligenz) und ABC (Alphabet) das Management übernommen. Unser Vertrauen in den Euro wäre größer, wenn wir denn noch einen hätten. Als Übergangswährung wird schmutziges Kampfgrinsen akzeptiert. Es gibt eine Geheimwaffe.</p>
<p>Wir haben die Liebe im Gepäck. An jedem gottverdammten Bahnhof lasse ich einen Koffer stehen. Jeder dritte explodiert. Im ersten und zweiten waren wahrscheinlich nur Glaube und Hoffnung. Nicht so explosiv – obwohl die ja bekanntlich zuletzt stirbt.</p>
<p>&#8220;Aber jetzt noch nicht.&#8221; (Zitat aus &#8220;Gladiator&#8221;)</p>
<p>Hey, ihr da draußen an den Bildschirmen! Ihr Verzweifelten und Einsamen und Kranken! Wisst ihr nicht mehr, was uns Charles der Große (Chaplin) im Finale vom &#8220;Großen Diktator&#8221; gesagt hat? Das gilt auch für den Kampf gegen die Krisentreiber des Hochfinanzfaschismus! Die Welt wackelt. Wackeln wir mit! Schüttelt eure Mähnen! Sagt nein! Und sagt ja! Aber beides zu den richtigen Sachen! </p>
<p>Ich hab noch eine alte Fahne, die ist schon ganz zerrissen. Aber lässt sich noch hochhalten. Was steht da drauf? &#8220;&#8230;emokratie jetz !&#8221; Wird schon was bedeuten. Emokratie jetz! Jemand hat draufgekackt. Das muss ich noch abwaschen. Aber dann hoch damit!</p>
<p>Vergesst die Sheets nicht. Die mit den guten Songs. Wir schreiben noch ein paar neue. Nicht, dass wir dann keine haben! Wenn&#8217;s drauf ankommt! Und es kommt ja schon. Alles, was du heute wünschst, wird schneller wahr und wirklicher als sonst. Also pass auf, was dir durch den Kopf geht!</p>
<p>Wir kommen. Wir kommen mit Ungeduld und Spucke. Mit Windeln und Rollstuhl. Und immer mit ganzem Herzen. Armee der Alarmierten. Der All-Armierten! Wir sind Legion. Die schweigende Mehrheit bricht ihr Schweigen heute. Occupy Bürgersteig. Occupy Schlagloch. Occupy Castorgleis. Es ist unsere Welt. Wohin können wir, wohin gehören wir denn? Alles Gasriesen und Geröllwüsten außer Mama Globus. </p>
<p>Eine Gitarre hat sechs Saiten. Und jede Flöte soviele Löcher, dass man manche davon sogar zuhalten muss. Einer meiner Freunde ist Drummer. Noch ist er nicht nervös. Aber wehe, wenn sie losgelassen. Sage keiner, wir seien schlecht bewaffnet. Es ist der alte Kampf. Schall gegen Blei. Geschosse zerfetzen Leiber, Gebäude, Verhandlungen und Schönheit. Aber niemals Ideen. Geschosse tragen Tod und Zerstörung in die Welt. Schall trägt Ideen. Immer, wenn Geist im Spiel ist. Geist ist geil! Beim Saturn! (Das ist kein Konzern, sondern ein Gasriese. Ein Herr der Ringe! Die Astrologen zittern vor ihm. Er beherrscht mein erstes Haus. Deshalb quietscht und qualmt es, wenn ich loslege. Ich bin auch ein Riese, einer aus Fleisch und Blut. Ich komme gerannt mit angezogener Handbremse.)</p>
<p>Das blanke Herz in der Hand. Stör dich nicht an seinem Blut, Schöne. Das sind nur Tropfen, die machen Flecken auf dem Teppich. Doch der wird uns sowieso grad unter den Füßen weggezogen. Sei&#8217;s drum! Meine Hobbitquanten stehen gut auf Lehm. Sie sind meine gefährlichste erotische Zone: Sie wandern. Von einem Mitstreiter zum andern. Und das geht Mund zu Ohr. Noch drehen Hände Zigaretten. Aber das ist nicht alles, was sie können. Ein Ire namens Patrick christianisierte halb Europa. Auch er ging zu Fuß. Ich laufe von Bahnsteig zu Bahnsteig. Steige aus und ein. Denkt an meine Koffer. Die voller Liebe. Jeder dritte&#8230; Ich weiß genau, was ich tu: je älter ich werde&#8230; Und ich bin nicht allein!</p>
<p>In jedem guten Menschen, den ich traf – und mich trafen viele – habe ich einen Funken hinterlassen. Diese Funken erkennen einander. Sie vernetzen sich gerade. Das bleiben sie noch, selbst wenn wer das Internet abschaltet. Behindert zu werden, sind wir schon lange gewohnt. Lasst euch ruhig was einfallen. Ich weiß, dass wir siegen. Wenn ich nicht mehr weiterweiß, ruf ich meine Ahnen an. Sitting Bull erzählt mir, wie das damals war. Er ist nicht der Einzige, den es zu rächen gilt. Die Erde dreht sich. Krieg ist nur einen Schuss entfernt. Liebe ist nur einen Kuss entfernt. (Rolling Stones, Gimme Shelter)</p>
<p>Ich stelle den Sound ein für Taavi, einen erst kürzlich geborenen Menschen, der mir am Herzen liegt. Und für Paul, der schon ein paar Monde älter ist. Mein Verstärker ist nach einem grandiosen Entertainer benannt, dessen Vorname Bo war. Meine Liebe zu ihm ist in meinem Fender Twin Reverb, und sein Sex in meinen Fingern, obwohl die erst spät die Gitarre entdeckten. Besser spät als nicht. Ich spiele auch für meine Toten. Aber immer für die Lebenden. Ich bin ein heidnischer Politiker. Ich habe die beste Seilschaft. Sie reicht quer durch die deutschsprachigen Lande, und darüber hinaus. Es gibt einen Stützpunkt in Spanien. Wir sind viele, wir sind stark.</p>
<p>Und wir haben die Liebe. Wir sind ihre Kinder. Wir weinen viel. Irgendein Wasser braucht es ja für die Fahrt unserer Boote! Auf geht’s! Wechselt die Windeln, schmiert die Räder des Rollstuhls! Wir sind die wirklichen Menschen. Die Unretuschierten! Die mit Pickeln, Orangenhaut, Speck zuviel, Hängebrüsten, Schlappschwänzen oder krummen Nasen – egal. Wir sind die Potenz der Wirklichkeit. Und wir begehren einander! Willst du mit mir gehn? Schön! Occupy Laufsteg! Ich rufe hiermit ein neues Casting aus. Zeigt eure Seelen, wirbelt eure Sehnsüchte bis zur Sichtbarkeit über die Bumsköppe der Zahlensklaven, die uns versklaven! Emokratie jetz! </p>
<p>Der neue Laufsteg ist nicht von abgehalfterten Pseudopromis bepublikumt. Farne säumen ihn, Gewächse ranken sich über ihn, mitten durch den Urwald geht er. Eine orangerote Sonne geht auf über ihm, bezwitschert (betwittert?) von abertausenden Vögeln. Das ist meine – nein, nicht Phantasie, sondern: Erinnerung an einen realen, magischen Morgen in meinem Leben. Mal dir eine andere, wenn dir die nicht passt. Wir kämpfen für dieselbe Sache, Freundin, Freund, Schwester, Bruder. Mutter, Vater, Opa, Oma. Enkelin, und auch du, Sohn meines&#8230; wie nennt man das? Sohn des Mannes, der meine Geliebte schwängerte. Ich küss euch alle drei, und noch ein paar mehr. Wir gehören zusammen. Ich laufe von Bahnsteig zu Bahnsteig. Rutsch über Gleise. Hinterlasse Funken. Hoffnung auch, hoffe ich. Die ja nicht so explosiv ist. Aber als letzte stirbt. Jetzt noch nicht. Jetzt geht’s erstmal ab. Occupy Terra. Occupy life. Yours! Ours!</p>
<p>Was soll ich noch sagen. One two three. Dreivierteltakt. Für Zeiten wie diese. Ruf ich die Macht. Ahnen, her zu mir! Folgt mir! Im Namen der Donau. Im Namen des Rheins! Stelle ich Sound ein, an einer Gitarre, die mir ein Freund gebaut hat. Mächtige Waffe! Meine sexfeuchte Windel, mein Rock&#8217;n'Rollstuhl. Was bin ich? Ein Musikant? Ein Wortschreiber, ein weiblicher Mann, der sein bisschen Testosteron für die Leidenschaft konzentrierte, so dass davon nix übrig blieb für die Scheißsozialisation unter Arschlöchern? Meine Macht ist die Sehnsucht. Sie schreibt sich bei mir nur in Großbuchstaben, und schreiend. Wie ein Kind. Dieses will nicht altern. Es will gesäugt werden und geschaukelt, beruhigt, geherzt und geliebt. Es ist gnadenlos. Lärme, Bo, mein guter Verstärker! Mein Bester! Die bessere Welt ist immer die, kann nur die sein und werden, die wir jetzt grad machen! Krieg nur ein Schuss, Liebe nur einen Kuss weit weg. Ich habe soviele Küsse in petto, mehr als Milliardäre Euros. Sie, meine Küsse, kommen geritten über Tränen, aber sie lachen dabei. Sie kommen auf Flugsauriern geritten, sie sind ganz großes Kino, ohne eine Leinwand zu brauchen, sie kommen direkt aus dem Herzen und landen in deinem. Sie kennen die Route, kennen sie gut. Angezogen vom Ruf der Verzweiflung, wittern sie Morgenluft. Die dunkelste Stunde ist die vor dem Sonnenaufgang. Reich mir die Hand. Eine Armee wird gebildet, findet sich zusammen – wie was, sowenig Speere? Aber es sind die besten. Ich reite die Speere ab, klacke sie an mit meinem Schwert oder meiner Gitarre oder meinem Bass. Was ich rufe, versteht jede/r auch ohne Mikrofon. Meine Kehle ist gut und laut. Sie wurde dafür geschaffen. Mein Taufname war Harald: der dem Heer vorauszieht. Nur Fahnenträger. Aber das kann ich , mach ich. Dank euch, ihr Großen. Es gilt! Emokratie jetz! </p>
<p>Bis die Gespenster, die grässlichen, verrauchen. Die Kleinen besiegen die Überblähten. Wir sind mehr. Wir sind die Personen. Die wirklichen. Die Matrix krackst. Öffne die Augen. Die schmerzen, weil du sie noch nie benutzt hast. Wir sind mehr als Endverbraucher. Wir sind die einander helfende Spezies. Wir gehen so schnell, wie die oder der Langsamste von uns mitkommt. Inklusiv Pausen, und Stützdich, Tragdich. Grins mir zu. Ich kröne dich mit dem Schädel des Höhlenbären, denn du, die du nicht laufen kannst, bist unsere Schamanin. Du rettest den Stamm. Mit deinen speziellen Erfahrungen, die nur du hast. Und mit uns teilst. Für uns einsetzt. Dafür jagen wir für dich mit, und braten dir Futter. Das ist die Art, wie wir überleben. Es immer getan haben, seit Faustkeil 1.0. Und wir lachen zusammen, erzählen uns alle Geschichten, gewinnen neuen Mut. So kommen wir ans Ziel. Zusammen. So geht das. Nur so. Und es geht! Emokratie. Jetz.</p>
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		<pubDate>Thu, 03 Nov 2011 19:54:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Duke</dc:creator>
		
	<category>Zur Zeit</category>
	<category>Unterwegs</category>
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</p>
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		<title>Neu im Angebot: Runen-Orakel</title>
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		<pubDate>Sun, 30 Oct 2011 12:08:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Duke</dc:creator>
		
	<category>Orakeldienst</category>
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		<description><![CDATA[Stehen Sie vor Entscheidungen? Oder haben Sie etwas zu bewältigen?
Werfen Sie Runen. Ich deute Ihnen die Zeichen.
Hokuspokus? Nein. Eher – im ausführlichen Gespräch:
Fundierte Beratung für (fast) jede Lebenslage, Situations- und Krisen-Bewältigung für Beziehungen, Wünsche, Liebe, Arbeit, Beruf, Freunde, Familie, Gesundheit – oder einfach nur Aussichts-Check.
Entdecken Sie Ihr verborgenes Potential – und das Ihrer gegenwärtigen Lage. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Stehen Sie vor Entscheidungen? Oder haben Sie etwas zu bewältigen?</p>
<p>Werfen Sie Runen. Ich deute Ihnen die Zeichen.</p>
<p>Hokuspokus? Nein. Eher – im ausführlichen Gespräch:<a id="more-518"></a></p>
<p>Fundierte Beratung für (fast) jede Lebenslage, Situations- und Krisen-Bewältigung für Beziehungen, Wünsche, Liebe, Arbeit, Beruf, Freunde, Familie, Gesundheit – oder einfach nur Aussichts-Check.</p>
<p>Entdecken Sie Ihr verborgenes Potential – und das Ihrer gegenwärtigen Lage. Sie werden sich wundern, was Sie daraus machen können. </p>
<p>Vorkenntnisse unnötig: Ich zeige Ihnen, was in Ihnen steckt. Ich habe es selbst erfahren. Am eigenen Leib und Leben. Deshalb biete ich Ihnen das an.</p>
<p>Seit 19 Jahren berate ich Menschen auf diese Weise. </p>
<p>Es gibt ein paar Regeln. Eine davon ist meine Schweigepflicht: Die umfasst alles, was wir besprechen. Ganz egal, ob Sie ein lebenswichtiges Thema haben – oder nur die Frage, warum Ihre Katze maunzt.</p>
<p>Es geht nicht um &#8220;Schicksal&#8221;. Sondern um das, was wir daraus machen: können. Das ist – nicht meist, sondern immer – mehr, als wir meinen. </p>
<p>Es kostet Sie weniger als ein Abendessen zu zweit in einem guten Restaurant – aber wird Sie weiterbringen. Außerdem: länger anhalten. Ich bin sicher: Es wird Ihnen schmecken. Ich bin ein guter Koch. Kenne meine Zutaten. Arbeite liebevoll, erfahren, präzise.</p>
<p>Rufen Sie mich an: Tel. +49 (0) 162 2 47 52 61<br />
Oder schreiben Sie mir: fjoelnir at eibensang dot de<br />
Das ist meine Privatadresse.</p>
<p>Als hauptberuflicher Berater, Sprecher, Sänger, Schauspieler, Musiker und Künstler bin ich ständig im gesamten deutschen Sprachgebiet unterwegs. Will sagen: Entfernungen schrecken mich nicht. <img src='http://www.eibensang.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' />  Ich komme vorbei. Wann immer Sie wünschen.</p>
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