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Die
Nornirs Ætt: Asatru zum selber Denken
Die
Nornirs Ætt ist eine konsensdemokratische Gemeinschaft von
Menschen, die sich als Asatrú also germanischer
Sitte, Fühl- und Denkweise zugehörig
definieren.
Diese Selbstdefinition der/des Einzelnen ist
(ganz wie bei den alten Stämmen!) für die Akzeptanz
durch die Gemeinschaft ggf. selbstverständlich unabhängig
von Herkunft, Haut-, Haar-, Augenfarbe, sexueller Neigung,
Geschlecht etc.
Im Unterschied zu manch anderen
Gruppierungen dieser Art reicht uns zur Distanzierung von
rassistischen, rassistennahen oder sonstwie ideologisch
beeinflußten Kreisen das bloße Lippenbekenntnis nicht
aus: Wer verstehen uns ausnahmslos als entschiedene Verfechter der
Menschrenrechte und erwarten von unseren Mitgliedern aktiven
Einsatz in dieser Sache.
1995 als sog. "Asatrú
im Rabenclan" gegründet, sind wir seit 1997 als Nornirs
Ætt strukturell eigenständig. Die noch
jahrelang selbstverständliche Verbundenheit und Verflechtung
mit dem Rabenclan e.V. fand leider 2004 nach dem Abdriften
dieses Vereins in äußerlich zunehmend esoterische,
intern eher scheindemokratische Gefilde ein schließliches
Ende.
Asatrú begreifen wir eher als Kultur denn als
"Religion". In den individuellen "Glauben"
wer welche Götter wie verehrt, sehen will oder versteht
redet bei uns keiner dem anderen was drein.
Wir wohnen
einzeln oder in Grüppchen übers ganze Land verstreut.
Alle treffen wir uns viermal im Jahr (die regionalen Grüppchen
natürlich häufiger). Unsere Hauptinstanz ist das
allsommerlich stattfindende Allthing: eine Vollversammlung in
spirituellem Kontext, wo wir konsensdemokratisch unsere
Angelegenheiten regeln.
Unsere regionalen Gruppierungen
(die sog. Fylkis) können Neumitglieder aufnehmen diese
müssen sich aber persönlich auf dem nächsten
Allthing vorstellen, wo sie ein Probejahr beginnen können.
Auf dem nächsten Allthing entscheidet die Gemeinschaft über
die "endgültige" Aufnahme.
(Selbstverständlich
kann jeder die Nornirs Ætt zu beliebigem Zeitpunkt wieder
verlassen. Kosten Mitgliedsbeiträge o.ä.
erheben wir sowieso nicht.)
Das Allthing allein entscheidet
auch über Vergabe individueller Aufgaben und Funktionen, die
die gesamte Gemeinschaft betreffen: Wobei wir unter
"Konsensdemokratie" mehr verstehen als Händeheben:
Jede und jeder muß ihre/seine Entscheidung zumindest kurz
und in eigenen Worten begründen. Debattiert wird (nicht, bis
etwa der Letzte überredet, sondern) bis eine gemeinsame
Lösung erarbeitet ist, die jeder Einzelne mittragen will und
kann.
All unsere Regeln werden auf dem Allthing beschlossen
(und ggf. den Bedürfnissen der Gemeinschaft angepaßt).
Allerdings gilt der entsprechende Kodex nur als "Notiz"
des eigentlichen Gesetzes, das allein die Gemeinschaft aushandelt,
beschließt, lebt und auslegt (also kein "aber es steht
geschrieben..." o.ä.!).
Wir verstehen uns
ausdrücklich als Teil der hiesigen und heutigen Gesellschaft.
Aus dem, was historisch (und nach aktuellem Forschungsstand
seriös) als germanisch verifizierbar ist, und dem, was das
heutige Leben und Miteinander (im Rahmen und Bezug auf
Menschenrecht und -würde) erfordert und ermöglicht,
nehmen wir in ständigem Diskurs das Beste mit dem Ziel
und der Absicht, eine zeitgemäße Form germanischer
Kultur aufzubauen, auszuprobieren und zu leben.
Diese
Arbeit kann anstrengend sein, macht aber auch Spaß
nicht nur beim geselligen Hörnerheben und Witzereißen
über die eigenen Unzulänglichkeiten, Marotten oder
Macken. Klar: Mehr oder minder verschrobene IndividualistInnen
sind wir alle (hier doch ähnlich den Göttern, mit denen
wir im Bund sind).
Persönlich erstaunt mich dabei
immer wieder, wie relativ "modern", aufgeschlossen und
weltoffen die "alten Germanen" in vielerlei Hinsicht
gewesen sein müssen so ganz und gar anders, als alte
und neue Nazis (samt deren Nachplapperer und vergleichbar Irrende,
ob absichtsvoll oder unbewußt) nach wie vor verkünden.
Mein Traum: daß DIE sich eines Tages mal rechtfertigen
müssen, was an ihnen eigentlich so "germanisch"
sein soll!
Freyja zum Gruß!
Fjölnir
Eibensang
Weiteres und Aktuelles bei
www.nornirsaett.de .
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