Eibensang

Wofür

Beitrag gelöscht wegen darin (obzwar nicht namentlich) erwähnt gewesenen Personen, die nicht mit meinem Privatleben in Verbindung gebracht werden wollen. Was ich selbstverständlich, wenngleich bedauernd, akzeptiere. Ich bitte meine Leserinnen und Leser, besonders diejenigen, die „Wofür“ schon kommentiert hatten, um Verständnis.

Eine Reaktion zu “Wofür”

  1. MatinM

    Tja Großer,

    das Asatru-Treffen im mutmaßlich tief verschneiten Weserbergland (aus meiner geographischen Sicht im Süden), das konnte ich leider nicht mitmachen.
    Der Zwang, Prioritäten zu setzen, und dieses Dir sicher nur zu vertraute Gefühl, kein Geld übrig zu haben – ich konnte es mir schlicht nicht leisten (oder hätte auf Anderes verzichten müssen). Ich will nicht in Selbstmitleid verfalllen, schließlich habe ich es so gewollt, und irgendwie hätte ich die Prioritäten anders setzen können, vielleicht auch so, dass ich mir auch den ersehnten Urlaub an der Nordsee gönnen könnten – aber: ich will kein Schmarotzer sein, ich will auch nicht über meine Verhältnisse leben. Ich will anständig sein, ganz einfach, nicht hochmoralisch, nur einfach so, dass ich mich beim Rasieren selbst im Spiegel ansehen mag. (Das war nicht immer so: es gab eine Zeit, da war der Mensch, den ich auf Erden am meisten hasste, der Typ da im Spiegel.)

    Bart – habe ich. Ziemlich kräftig. Inzwischen streckenweise weiß. Was nicht nur am Alter liegt, denn der Ergrauungprozess lief bei mir nicht direkt proportional zum Alter – ich wurde zwar nicht über Nacht, doch innerhalb eines knappen Jahres zum „Silver Surfer“. Färben? Nein!
    Falten am Hals? Eher weniger. Was vielleicht daran liegen mag, dass ich einfach zu fett dafür bin.
    Ich mag es nicht, fett zu sein, nicht wegen irgend eines Schönheitsideals – das Tolle daran, über „50“ zu sein, ist ja, dass niemand mehr von einem erwartet „cool“ zu sein. Ich mag es nicht, weil ich durch Mangel an Selbstbeherrschung – oder an meinen Mangel an Frustrationtoleranz – übergewichtig würde. Frustesser. Da der Frust in dieser Welt nicht weniger wird, werde ich wohl meine Fruststrationtoleranz verbessern müssen. um ein erträgliches Leben zu führen.
    Und um weiterhin für eine bessere Welt zu kämpfen. Nennt mich Spinner, nennt mich naiv, nennt mich Weltverbesserer. Ich versuche nur, meine Pflicht zu tun. „Humanity expects everybody will do his d-u-t-y!“, um ein Zitat, den letzten Befehl, eines der wenigen Militärmenschen, die ich nicht verabscheue, abzuwandeln.

    Mit-Mann – tja, bei mir hat so eine Konstellation schmählich versagt. Und das lag nicht nur an meiner exentrischen Ex . Es war mutmaßlich einer der Faktoren, die dazu führten, dass ich wenig später in Zeitraffer ergraute. Als Familienvater wäre ich vielleicht gar nicht so schlecht gewesen. Müssen ja nicht die selbstgezeugten Kinder sein.

    Ich hoffe für Dich, dass Du Deinen Funken an Deinen Freund weiterreichen kannst.

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