Eibensang

Mai 2008

Was soll ich sagen zum Mai, zum „Knospenmond“, wie ich ihn gerne nenne? Diesjahr knospte wenig – oder viel, ganz wie man’s nimmt oder sieht? Ich arbeitete. Nicht an so leicht vorzeigbaren Sachen. Nur an mir selbst…, am Heil einer familiären Gruppensituation…, sowie einer Tradition…, und an einem persönlichen Glück oder Zustand. Letzteres machte mir Muskelkater in den Waden, da in Form eines Wohnungsumzugs meiner Liebsten in den dritten Stock (ohne Lift) stattgefunden, wobei ich half. Nix Spektakuläres also!

Man soll ja nur Siege nennen. Aber wie der dicke Churchill schon sagte: „Siegen macht blöd“… Daher hier auch ein Eingeständnis: Zum erstenmal in diesem Jahrtausend war ich zur „Walpurgisnacht“ ohne Engagement. Eine mir vordem nicht bekannt gewesene Bühnenkollegin tröstete mich: Da sei ich nicht der einzige…

Dennoch dieses Gefühl: den Frühling und seine Freuden eher verpaßt zu haben… Vielleicht liegt’s am Jahr: Dieses kommt mir vor, als zwinge es – nicht nur mich – zu allerlei Entscheidungen. Daheim fühlte ich mich nicht mehr daheim, bis ich erkannte, daß seit anderthalb Jahren Wandel mich regiert. Zu lange trauerte ich Gewißheiten nach, die keine mehr sein konnten. Das Leben ist aber immer das, was gerade passiert, geschieht, sich ereignet. Ich hatte schon schlechtere. Also vertrau ich mal dem Geschick: Langfristig sieht’s ja gut aus. With a little help from myself!

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