Eibensang

Dämonengesang

Wer weiß, wo die Dämonen wohnen
Ich sag, sie wohnen in dir drin

Sie tragen die Fetzen, die du dich nicht traust
Sie kümmern sich nicht um den Scheiß, den du baust
Als ungenutzte Software schlummern sie in deinem Hirn
Urinstinkte deiner Seele, die halt auch zu dir gehören
Statt sie zu verfluchen, solltest du sie lieber suchen
Zu befreien

Sag mir, wo die Dämonen wohnen
Ich sag, sie wohnen bei dir
Sie sind der Blick, den du mir zuwirfst
Sie stellen Fragen, bevor du stirbst
Warum du nicht mehr getan hast
Als zu träumen, und du hast verpasst
Zu fragen, warum die Dämonen wohnen
In deinem Herzen, deinem Geschlecht
Du bist ihr Herr, doch wärst besser ihr Knecht

Denn sie sind Freiheit, sie sind der Stolz
Sie geben Schönheit, ohne sie
Wärst du wie geschminktes Holz
Sag mir, wo die Dämonen wohnen
Ich sag, sie wohnen bei dir
Ich sag, sie wohnen bei mir
Ich sag, sie wohnen hier

Sag, was ist das Schönste im Leben
Ich sag: wenn sich die Geister begegnen
Wir haben uns nie näher gekannt
Doch unsere Dämonen, die sind sich verwandt
Die feiern ein Fest, feiern ein Fest
Wir müssten den Rest, den Rest nur dazutun
Reich mir die Hand, Mensch, reich mir die Hand
Wir singen, wir tanzen, wir singen, wir tanzen…
Wir sehn uns solang in die Augen, bis ich
Dem Dämon gleiche, der aus mir spricht
Ich bin dein Dämon, ich bin bereit
Lust wär der Lohn, Mut ist der Preis
Komm entkork, komm entkork
Komm, entkork den Flaschengeist
Das ist die Liebe
Ich sag, das ist die Liebe
Das ist die Liebe
Und ich liebe dich, Weib.

Musik & Text © Duke Meyer 1988

CD Singvøgel: „Hart am Rande“ (Dez.2003)

Hystéria oder Aufführung auf Deutsch 1988/89
Teuto Talk 1990/92
Singvøgel

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