Eibensang

Brennt ein Feuer

Brennt ein Feuer klamm und roh
Wärmt kaum unsere Runde
Macht die Nacht auch nimmer froh
Bracht‘ uns schwere Kunde

Brennt ein Feuer heiß und rot
Brennt wie eine Wunde
Und mancher meint, sein Herz wär tot
Hier in dieser Runde

Brennt ein Feuer wie die Wut
Brennt in stummen Augen
Ich geb dir Feuer, Freund, und du
Darfst es mir ruhig glauben

Brennt ein Feuer in der Nacht
Brennt trotz schweren Regens
Der Himmel weint, und nichts geschieht
Nichts geschieht vergebens

Brennt das Feuer funkenfroh
In der Aschenrunde
Brennt auch noch am schwarzen Docht
Des letzten Lichtleins Stunde

Trotz der Zeit sing ich ein Lied
Selbst mit schweren Lippen
Und auch der blasenmüde Fuß
Mag den Takt noch mitwippen

Möcht‘ der Liebsten ein Gedicht
Auf den Weg mitgeben:
Schatz, ich hab die Schlacht verlor’n
Aber bin am Leben

Brennt ein Feuer in der Nacht
Brennt in unseren Herzen
Brennt für das, was wir verloren
Und niemals verschmerzen

Brennt ein Feuer, und brennt noch
Brennt durch alle Zeiten
Brennt, solang die Pferde noch
Unsern Traum durchreiten

Brennt ein Feuer, und brennt noch
Brennt durch alle Zeiten
Brennt, solange Träume noch
Die Wirklichkeit durchreiten

Ich komm aus der kalten Nacht
Und mich trägt nur ein Funken
Der dein klammes Herz entfacht:
Heiß und hoffnungstrunken

Musik & Text © Duke Meyer 2002

CD Singvøgel: „Hart am Rande“ (Dez. 2003)

Singvøgel

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